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Konzentration: An verschiedenen Stationen konnten sich die jungen Forscher ausprobieren.

Bildungsprojekt

Wissen vertiefen, Entdecker werden

Inning - "Miniphänomenta" heißt ein Bildungsprojekt vom Verein Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. In den Genuss kamen Montessori-Schüler in Inning. 

Staunen, forschen und begreifen – das ist auch die Losung, die Maria Montessori einst mit ihrer Pädagogik ausgab. Und die rund 230 Schüler der Montessori Schule in Inning staunten, forschten und begriffen gleich zwei Wochen lang an sogenannten Stationen des Bildungsprojektes „Miniphänomenta“ vom Verein Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Hinter „Mini“ verbergen sich die Nachwuchsforscher, hinter „Phänomenta“ das Phänomen. An den Forscher-Inseln durfte die Schüler nach Herzenslust ihrer angeborenen Neugier nachgehen. Johannes (12) lädt den Luftballon mit den Haaren statisch auf und jagt damit die Styroporkügelchen unter Glas hin und her. An 52 verschiedenen Variationen experimentiert der Nachwuchs mit Licht, Strom, Wasser oder der Schwerkraft. „Zwölf Grundschulen sind jährlich Gastgeber“, erklärt Projektleiterin Carolin Gutmann vom Verein. Das Projekt hat vor zehn Jahren der Bayerische Unternehmensverband Metall und Elektro (bayme vbm) nach Bayern geholt, er ist auch Hauptsponsor. Eine Investition in die Zukunft, denn „Bayern braucht auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte“, findet Geschäftsleiterin Gabriele Falch. Axel Schreiner vom Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil ist begeistert von dem, was er sieht – und erinnert daran, dass die Kinder „die Phänomene in der Natur auch lernen können“. Stimmt. Aber die aus der Natur herausisolierten Elemente wecken Neugier, wirft Schulleiterin Ricarda Infante Alonso ein. „Hier können die Kinder besichtigen, anfassen und herausfinden, warum was passiert und ganz natürlich schauen, wo sie das sonst noch finden.“ Die bis auf eine Luftblase mit Flüssigkeit gefüllten Glasröhren etwa. Beim Umdrehen fließt eine Kugel durch die Masse. Mal schnell. Mal langsam. „Hier ist Öl drin“, weiß Sophie (11). Herausgefunden hat sie das selber – und genau das ist der Sinn dahinter: Ausprobieren und überlegen, wie man beispielsweise die Holzklötze legen muss, damit der Ping-Pong-Ball im Zickzack über die steile Fläche in Richtung Loch schießt. Daraus basteln die Zehnjährigen Lilli, Finia und Valentina flugs ein Spiel und beweisen damit Kreativität. Im Obergeschoss befeuchtet Sophie ihren Zeigefinger und fährt damit über den Vasenrand. Ein Ton steigt auf und verklingt. Auch die Röhren singen, wenn man mit einem Flip-Flop dagegen haut. Das haben Schüler in der schulinternen Werkstatt nachgebaut– und nachgebaut werden sollen möglichst viele Stationen des Projekts. Denn das Begreifen kommt erst mit der Zeit, betont Gutmann. Vertieftes Wissen durch die Wiederholung. Irgendwann kommt nämlich die Erklärung, warum die Zähne in einem besonderen Licht weiß werden oder Wasser den Lichtstrahl vergrößert. Die Stationen haben die Neugier der Schüler ganz offensichtlich geweckt – und damit unter Umständen zukünftige Entwickler auf den Weg gebracht.

mk

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