Jetzt Tennisplatz, in der Zukunft Standort für einen Vollsortimenter: Die Gemeinde Inning möchte das Areal an der Schornstraße neu nutzen. Der TC Inning und die Gemeinde sind in Verhandlungen über einen neuen Standort für die Tennisspieler und auch die Beachvolleyballer.
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Jetzt Tennisplatz, in der Zukunft Standort für einen Vollsortimenter: Die Gemeinde Inning möchte das Areal an der Schornstraße neu nutzen. Der TC Inning und die Gemeinde sind in Verhandlungen über einen neuen Standort für die Tennisspieler und auch die Beachvolleyballer.

Planungen werden konkret

Schritt Richtung großer Supermarkt: Inning gibt Konzept in Auftrag - Edeka zeigt Interesse an neuem Laden

Die Pläne für einen Vollsortimenter an der Schornstraße in Inning werden konkreter. Ein Konzept ist beauftragt, Betreiber des neuen Supermarkts könnte Edeka sein.

Inning – Eine bessere Nahversorgung in Inning steht für Bürgermeister Walter Bleimaier ganz oben auf der Prioritätenliste – und mit dem etwa 0,8 Hektar großen Grundstück an der Schornstraße am südlichen Ortseingang der Kommune kommt Bewegung in die Umsetzung. In ihrer jüngsten Sitzung beauftragte die Ratsrunde einstimmig Christian Hörmann von der Beratungsfirma CIMA mit einem Konzept für Einkaufsmöglichkeiten auf dem Gemeindegrund.

Derzeit schmettern auf dem Areal an der Schornstraße noch die Sportler des Tennisclubs Inning den gelben Ball über das Netz. Auch die Beachvolleyballer sind dort untergebracht. Bevor allerdings die Bagger anrollen, haben beide ein neues Zuhause, verspricht Bürgermeister Walter Bleimaier im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Nahversorgung in Inning seit einigen Jahren großes Thema

Das Thema Nahversorgung treibt die Gemeinde spätestens seit dem Gutachten inklusive Bürgerbefragung aus dem Jahr 2016 von Unternehmensberater Wolfgang Gröll um. Das Ergebnis: Es fließt Kaufkraft in die Nachbargemeinde, und die Menschen wünschen sich einen gut und gerne 1200 Quadratmeter großen Vollsortimenter in Inning, erinnert sich Bleimaier. Das ist in etwa doppelt so viel Platz, wie dem derzeitigen Anbieter zur Verfügung steht.

Ebenso auf der Wunschliste der Inningerinnen und Inninger stand ein Drogeriemarkt. Ab dann stellte sich nur noch die Frage, wohin damit. Kurze Zeit stand das Gebiet neben der Gärtnerei Hübsch im Fokus. Bevor aber Pläne für einen neuen Supermarkt an dieser Stelle geschmiedet werden konnten, fiel das Gelände aus Hochwasserschutzgründen durch, so Bleimaier.

Andere Örtlichkeiten scheiden aus - jetzt wird es an der Schornstraße konkret

Eine gute Idee war das südliche Grundstück des derzeitigen Vollsortimenters, fand Bleimaier. „Wir hätten das Areal direkt über den Kreisel erschließen können“, sagt er. Verhandelt hatte die Gemeinde mit dem Eigentümer jedoch nie, denn die Erfolgsaussichten waren gering.

Dann fiel die Wahl auf den Gemeindegrund, wo derzeit die Tennisspieler und die Beachvolleyballer angesiedelt sind. Die Grundstücksverhandlungen für ein neues Areal für Innings Sportanlagen seien annähernd abgeschlossen. Ob die Tennisspieler wieder fünf Plätze bekommen, ist noch offen. „Das entscheiden wir mit dem Tennisclub“, bekräftigt Bleimaier, der selbst Mitglied ist.

Tennisclub Inning braucht auf neuem Areal viel Platz

Der Vorsitzende des Tennisclubs, Christian Bonk, spricht von mindestens fünf Plätzen. „Wir haben eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit“, begründet er das auf Rückfrage. Derzeit würden 54 Kinder trainiert. Und auch die Mitgliederzahl sei mit aktuell 270 tendenziell steigend. „Wir arbeiten gerade an einem Konzept einer aufblasbaren Halle“, verrät der Vorsitzende. Damit würde der Verein mit zwei überdachten Plätzen bei Schnee und Eis aus dem Winterschlaf geholt und gewinne weiter an Attraktivität.

Hörmann erstelle zeitnah ein Konzept für den Nahversorger, unterstreicht Bleimeier. Das beinhalte eine Nutzung des Obergeschosses auf dem zukünftigen Einkaufsgebäude, etwa als Wohnraum oder als Büros.

Edeka zeigt Interesse am neuen großen Supermarkt in Inning

„Edeka hat Interesse daran, auf den größeren Grund umzuziehen“, sagt der Bürgermeister und betont, der Laden „hat uns die vergangenen 20 Jahre gut versorgt“. Sollte der Vollsortimenter den Standort wechseln, stünde die Frage der Nachnutzung im Raum – und die liegt in der Hand des Pächters, weiß Bleimaier. Denn der Grund gehört nicht der Gemeinde.

Michèle Kirner

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