Erster Spatensicht im Dezember-Matsch: Montessori-Geschäftsführerin Johanna Stegmaier, Bürgermeister Walter Bleimaier und die fünfjährige Adele beim offiziellen Baubeginn für das Montessori-Kinderhaus, das im Januar 2022 fertig sein soll.
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Erster Spatensicht im Dezember-Matsch: Montessori-Geschäftsführerin Johanna Stegmaier, Bürgermeister Walter Bleimaier und die fünfjährige Adele beim offiziellen Baubeginn für das Montessori-Kinderhaus, das im Januar 2022 fertig sein soll.

DAS BRINGT DAS JAHR 2021 - Innings zäher Kampf um Grundstücke geht weiter

Sportgelände, Tagespflege und Betreuung

  • vonAndrea Gräpel
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Bei der Kommunalwahl im März hatte Innings Bürgermeister Walter Bleimaier ein leichtes Spiel. Gegen zwei Gegenkandidatinnen hatte er sich auf Anhieb mit 71,7 Prozent durchgesetzt. Es ist seine zweite Amtszeit, in der er einiges vorantreiben will. Dabei sind es zwei Themen, für die brennt und die so gar nicht vorankommen wollen.

Inning Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht besonders, oder?

Natürlich. Es startete mit der Wahl. Das war ein schöner Erfolg und eine Bestätigung meiner Arbeit und auch der des Gemeinderats. Und dann, schon eine Woche später, der Lockdown. Das hat uns schon stark beeinträchtigt. Das war völlig neu – Schule gesperrt, Kindergarten gesperrt. Wir wussten nicht, ob auf dem Fußballplatz noch gespielt werden darf. Was ist erlaubt, was nicht. Das war sehr anstrengend.

Betraf das auch den Gemeinderat?

Es gab ja nicht so große Veränderungen in der Zusammensetzung. Und am Teamspirit hat sich nichts geändert. Das schätze ich sehr an den Gemeinderäten: Wir arbeiten alle zielorientiert an der Sache, freundlich und freundschaftlich. Zwei Sitzungen sind wegen Corona ausgefallen, entsprechend umfangreich waren die Tagesordnungen der anderen. Aber wir mussten nichts liegen lassen. Auch dank Frau Meinhold.

Michaela Meinhold ist die neue Bauamtsleiterin, die vieles vorantreibt, oder?

Genau. Sie zieht ziemlich an – im positivsten Sinne. Einiges, was in der Vergangenheit im Bauamt liegen bleiben musste, konnte aufgearbeitet werden. Allerdings kann auch die neue Bauamtsleiterin nichts daran ändern, dass die Sanierung der Ortsdurchfahrt oder auch die Erweiterung des Sportgeländes nicht vorankommen. Für mich ist es eine riesige Enttäuschung, dass wir dieses kleine Grundstück für das Sportgelände nicht gekriegt haben. Die Verhandlungen haben vier Jahre gedauert, wir haben großzügige Angebote gemacht und wurden letztlich doch nur an der Nase herumgeführt. So wie wir es vorgehabt haben, wird es nicht funktionieren.

Jetzt müssen wir umplanen und mit anderen Grundstückeigentümern verhandeln. Und die Ortsdurchfahrt ist in der Warteschleife bis wenigstens 2023.

Um wie viel Fläche geht es denn beim Sportplatz?

Um 5000 Quadratmeter. Für einen Großbauern ein lächerlicher Fleck.

Gibt es noch weitere Projekte?

Geplant ist noch ein neues Gebäude an der Grundschule, in der ein Hort und die Tagespflege der Nachbarschaftshilfe unterkommen sollen. Auch diese Verhandlungen haben sich verzögert, allerdings aus anderen Gründen. Aber ich bin jetzt optimistisch, dass wir da in wenigen Wochen einen Weg finden. Wenn die Verträge unterschrieben sind, könnten wir mit Vollgas weitermachen.

Im neuen Jahr soll auch endlich der Ausbau des St. Johannes-Kindergartens realisiert werden.

Ja. Zuletzt scheiterte es daran, wo die Kinder in der Bauzeit untergebracht sind. Angedacht war eine Unterbringung im Haus der Vereine. Viele Eltern hatten Bedenken. Nun gibt es eine Containerlösung. Das kostet uns 300 000 Euro. Die Container sollen am Wasenfeld aufgestellt werden. Die Krippen-Gruppe wird im alten Sportlerheim untergebracht. Wir hätten diese lieber im „Denk-mit“ im Gewerbepark gehabt. Da ist eine Gruppe frei, aber wegen Corona wird es leider nichts.

Ist die Betreuungssituation in Inning im grünen Bereich?

Gerade wurde der Neubau des Montessori-Kindergartens mit zwei Gruppen begonnen. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr, sehr gut. Eine tolle Geschichte. Der Ausbau des St. Johannes-Kindergartens soll im Frühjahr beginnen. Unsere Kinder in der Gemeinde sind alle untergebracht.

Wie hat die Pandemie die Arbeit im Rathaus beeinflusst?

Es wird viel am Telefon erledigt. Wir hatten auch etliche Videokonferenzen, zum Beispiel mit dem Planungsverband. Was auch Vorteile hatte. Wir waren in einer Stunde durch – ohne Anfahrt und statt sonst 100 Leuten waren es jetzt 200 Teilnehmer. Auch im Rathaus gab es mit den Maßnahmen nicht nur Nachteile. Wir werden flexibler. Zum Beispiel funktioniert auch mal Homeoffice, wenn auch eingeschränkt.

Wir werden 2021 auch mit dem Bürgerservice-Portal starten und online mehr anbieten. Und die Glasscheibe, die wir im Einwohnermeldeamt eingebaut haben, wird auch nach der Pandemie bleiben. Ich denke, es gibt selten einen Schaden, der nicht auch einen Nutzen hätte.

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