Erster Spatensicht im Dezember-Matsch: Montessori-Geschäftsführerin Johanna Stegmaier, Bürgermeister Walter Bleimaier und die fünfjährige Adele beim offiziellen Baubeginn für das Montessori-Kinderhaus, das im Januar 2022 fertig sein soll.
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Erster Spatensicht im Dezember-Matsch: Montessori-Geschäftsführerin Johanna Stegmaier, Bürgermeister Walter Bleimaier und die fünfjährige Adele beim offiziellen Baubeginn für das Montessori-Kinderhaus, das im Januar 2022 fertig sein soll.

Startschuss für neues Kinderhaus

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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In Inning haben die Bauarbeiten für das neue Montessori-Kinderhaus begonnen. Bis Januar 2022 soll der Neubau fertig sein, statt wie bisher 22 werden dann 50 Mädchen und Buben den Kindergarten besuchen können.

Inning – Die Warteliste ist lang, die Zahl der Bewerbungen immer größer als die der freien Plätze: Das Montessori-Kinderhaus Inning erfreut sich großer Beliebtheit. Und es spielt bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen in der Gemeinde eine wichtige Rolle. Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, dass der Bau für das neue Kinderhaus endlich begonnen hat. Johanna Stegmaier, Geschäftsführender Vorstand der Fördervereins Montessori Ammersee, und Bürgermeister Walter Bleimaier haben kürzlich den ersten Spatenstich vorgenommen, unterstützt von der fünfjährigen Adele – aus Gründen der Pandemie jedoch ohne großes Fest.

Das Kinderhaus entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Montessori-Schule an der Landsberger Straße. Es besteht aus drei Bauteilen, von denen zwei mit einer geschwungenen und extensiv begrünten Dachfläche miteinander verbunden werden. Daran schließt sich der dritte Bauteil an, der sich zum Freibereich und zum Schulgebäude hin orientiert. Insgesamt entstehen zwei Gruppenräume mit je einem Nebenraum, ein Mehrzweckraum, eine Aufwärmküche sowie ein Garten. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Matthias Kruppa aus Alling.

Der Kindergarten wird zwei Gruppe haben und damit 50 Mädchen und Buben Platz bieten – mehr als doppelt so viel wie bisher. Derzeit verfügt er über 22 Plätze, die provisorisch in einem Souterrain-Raum der Montessori-Schule untergebracht sind. „Nach sieben Jahren ist endlich das Ende des Provisoriums in Sicht“, sagt Johanna Stegmaier. „Die Kinder freuen sich auf richtige Räume und einen schönen Garten. Und wir freuen uns, den vielen Anfragen auch endlich besser gerecht zu werden.“ Allein für das Kindergartenjahr 2019/20 habe es sechs Bewerbungen für einen freien Platz gegeben, sagt sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Der Verein sei der Gemeinde und dem Freistaat Bayern sehr dankbar für die Unterstützung. Rund 2,2 Millionen Euro wird der Neubau kosten – gut eine Million Euro davon übernimmt der Freistaat, 379 000 Euro die Gemeinde. Ihr gehört auch das Grundstück, das der Förderverein im Rahmen eines Erbpachtvertrages übernommen hat. Die restlichen 815 000 Euro der Bausumme finanziert der Förderverein. Er hat nach eigenen Angaben dafür extra Rücklagen in Höhe von 600 000 Euro gebildet.

Auch strategisch sei der Neubau für den Verein eine wichtige Ergänzung, erklärt Stegmaier. „Wir legen großen Wert auf ganzheitliche Bildung“, sagt sie. „Wenn Eltern sich für den Montessori-Weg entscheiden, können ihre Kinder vom Kindergarten bis zur zehnten Klasse bei uns lernen und ihre Persönlichkeit entwickeln.“ Die Montessori-Schule in Inning besuchen derzeit 243 Kinder.

Walter Bleimaier ist ebenfalls zufrieden mit der Entwicklung. „Wir sind froh, die Montessori-Schule und das Montessori-Kinderhaus in Inning zu haben“, wird er in einer Mitteilung des Vereins zitiert. „Es ist eine wichtige Erweiterung des Bildungsangebots für Inning.“ Der Zeitplan übrigens ist ambitioniert. Bereits im Januar 2022 soll das Kinderhaus fertig sein.

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