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Tempo 30 auf ihrer Ortsdurchfahrt: Das wünschen sich die Inninger. 

Tempo 30 auf Ortsdurchfahrt Inning

Weniger als ein Dezibel entfernt

Der Wunsch der Gemeine Inning nach Tempo 30 auf ihrer Ortsdurchfahrt könnte demnächst wahr werden. Das Landratsamt akzeptiert eine Verkehrsmessung der Gemeinde. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die notwendige Lärmreduzierung zu dokumentieren.  

Inning – Inning ist einen Schritt näher an Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt: Das Landratsamt Starnberg akzeptiert die von der Gemeinde beauftragte Verkehrszählung vom vergangenen Jahr.

Die einzige Möglichkeit für eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der vielbefahrenen Straße ist nämlich der Lärm (wir berichteten) – und der wird anhand der gezählten Fahrzeuge berechnet. Der erneute Hinweis von Barbara Wanzke (Grüne) in der jüngsten Gemeinderatsitzung auf die „besondere Gefahrensituation von 100 Kindern auf dem Marktplatz“, die auf den Schulbus warten beziehungsweise damit ankommen, konnte Bürgermeister Walter Bleimaier lediglich zur Kenntnis nehmen. Das alleine reiche nicht, um Tempo 30 auf der Staatsstraße durchzusetzen. Rein rechtlich müsste etwa ein Schulgebäude inklusive Ein- und Ausgang direkt an der Hauptstraße liegen, erklärte Bleimaier. Das wiederum sei in Inning nicht der Fall. Wenn aber ein auf 30 km/h abgebremster Verkehr mindestens drei Dezibel weniger Lärm erzeuge als bei 50 km/h, sei der Weg frei für die ersehnte Geschwindigkeitsreduzierung.

Somit steht und fällt alles mit dem Verkehr, den das Straßenbauamt alle fünf Jahre zählt. So geschehen in Inning im Jahr 2015. Eine Zählung, die nachweislich falsche Zahlen erzielte, betonte Bleimaier in der jüngsten Ratssitzung am Dienstag nicht zum ersten Mal. In Folge gab die Verwaltung bei Verkehrsexperten Dr. Harald Kurzak eine Zählung in Auftrag, die 2018 fertig gestellt wurde und nach Einschätzung des Rathauschefs plausible Werte lieferte. Statt auf die Kurzak-Zahlen habe das Landratsamt aber auf Zahlen aus dem Jahr 2016 zurückgegriffen, wunderte sich Bleimaier. Und diese ergaben „nur“ eine Lärmverminderung von 2,4 Dezibel.

Diese Erhebung habe das Straßenbauamt gemacht, nachdem klar war, dass die Vorjahreszahlen nicht stimmten, bestätigte Pressesprecher Stefan Diebl vom Landratsamt auf Anfrage. Auf dessen Grundlage sei der Lärm erneut berechnet worden. „Sobald uns die Verkehrszählung der Gemeinde vorliegt, werden wir sie mit 2016 vergleichen.“ Auf dieser Basis würde eine erneute Lärmmessung beauftragt. Hat diese drei oder mehr Dezibel weniger Lärm zum Ergebnis, darf in Inning nur noch 30 gefahren werden.

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