Internetversorgung per Glasfaser.
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Internetversorgung per Glasfaser: Daran basteln derzeit viele Gemeinden im Landkreis. Nicht überall läuft das so reibungslos wie erhofft.

Glasfaserausbau in Inning

Umgarnt von plötzlich zwei Betreibern

  • vonAndrea Gräpel
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Kaum hatte die Deutsche Glasfaser ihre Nachfragebündelung in Inning im zweiten Anlauf erfolgreich abgeschlossen, gibt die Telekom bekannt, dass auch sie in Inning einsteigt. Der Netzbetreiber hat sich erst im dritten Anlauf die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau der durch die Gemeinde definierten förderfähigen Erschließungsgebiete Inning Südwest, Gut Arzla, Bacherner Weg, Enzenhofer Weg und das Gewerbegebiet gesichert – und damit für diesen Bereich die Deutsche Glasfaser unterbieten können.

Inning – Die Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser gestaltet sich möglicherweise auch deshalb schwierig und ging erst Ende November zu ende (wir berichteten). Voraussetzung für eine Investition in Inning war für die Gesellschaft, dass 40 Prozent der Haushalte einen Vertragsabschluss garantieren. Dies wurde im zweiten Anlauf schließlich erreicht. Dieses Projekt geht nun in die nächste Phase. Zunächst werden die Leitungswege in den Straßen bis zum nächsten Knotenpunkt geplant. Anschließend wird mit den Bauarbeiten begonnen, wobei als erstes der neue Hauptverteiler (PoP) aufgestellt wird. Dann werden die Glasfaserkabel verlegt und im letzten Schritt die Haushalte an das neue Netz angeschlossen. Bis Ende der Planung ist der Hausanschluss in diesem Gebiet kostenlos buchbar.

Haushalten und Gewerbe, die von schnellem Internet profitieren wollen, sich aber nicht im Ausbaugebiet der Deutschen Glasfaser befinden, will nun die Telekom eine Perspektive bieten. Lange hatte sie gezögert, ein Angebot abzugeben. Erst vor kurzem wurde ein Vertrag mit der Gemeinde unterzeichnet. Im Rahmen des Förderverfahrens „Bayerische Breitbandrichtlinie-Höfebonus“ waren die Gebiete im Ortsteil Inning und Arzla zur Versorgung mit Glasfaser im offenen Verfahren ausgeschrieben worden.

Im telekom-Bereich liegen sind 93 Anschlüsse, die sich in einem Verteilerkasten in Inning Südwest befinden, sowie 35 Gebäudeanschlüsse im Gewerbegebiet südlich der Autobahn. Wegen ihrer Lage wurde zudem für 36 Gebäude eine Sonderlösung vereinbart. Dort endet das Glasfaserkabel nicht am Straßenrand, sondern wird bis in die Häuser gezogen (Höfebonus). Die Hauseigentümer werden kontaktiert, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir gehen jetzt in die Feinplanung und dann in die Bauausführung. Ein Zeitpunkt für den ersten Spatenstich steht noch nicht fest“, so Sprecher Markus Jodl

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