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Die Ortsdurchfahrt soll 2019 komplett saniert werden.

Verkehr

Straßenbauamt bremst Gemeinde aus

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Die Gemeinde Inning hätte schon längst erste Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Ortsdurchfahrt umsetzen wollen. Vor 2019 ist das aber wohl nicht möglich.

Inning – Die ersten Maßnahmen des Inninger Verkehrskonzeptes sollten schon längst umgesetzt sein. Da die Staatsstraße aber saniert werden soll, dies jedoch erst frühestens mit Beginn 2019, gerät alles ins Stocken. Nach einer Bürgeranfrage in einer der vorangegangenen Sitzungen hatte Bürgermeister Walter Bleimaier dies schon einräumen müssen. Am Dienstag gab er in der jüngsten öffentlichen Sitzung einen offiziellen Sachstandsbericht. Zugleich teilte er mit, dass die Gemeinderäte in nichtöffentlicher Sitzung am kommenden Dienstag über die ersten Planungsschritte der Sanierung ihrer Hauptverkehrsstraße informiert werden. Bald darauf, versprach er, zu einer Bürgerversammlung mit diesem Thema einzuladen.

Auf Eis liegen derweil die ersten Umsetzungen, wie die optische Einengung der Herrschinger- und Brucker Straße, die Entfernung der Mittelmarkierungen und die Errichtung einer provisorischen Mittelinsel. Das Staatliche Bauamt halte dies angesichts der bevorstehenden Sanierung für „nicht zweckmäßig“, so Bleimaier. Einer Änderung der Verkehrswegweisung von der Autobahn aus Richtung Lindau weiter nach Herrsching wurde auch nicht zugestimmt. Diesmal ist es die Autobahndirektion, die ablehnt auf Herrsching erst an der Ausfahrt zur Weßlinger Umgehung hinzuweisen. Aus München geschieht dies bereits. Die Autobahndirektion ist aber der Meinung, dass ortskundige Fahrer und Navigationssystem-Nutzer trotzdem über Inning geleitet würden. Eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens sei deshalb nicht zu erwarten.

Die bereits ausgeführte weiße Kreismarkierung, die als optische Bremse funktionieren soll, muss eine neue Farbgebung bekommen, berichtete Bleimaier. Die Polizei fürchte dass das Weiß, das als offizielle Markierung verwendet werde, zu Verwechslungen mit einem Kreisverkehr führen könnte. „Jetzt ist es grün, jetzt sieht man es nicht mehr gscheit“, bedauerte er. Gewartet wird auch noch auf die Antwort der Unteren Verkehrsbehörde zum Antrag auf Tempo 30 und Lkw-Nachtfahrfahrverbot auf der Ortsdurchfahrt. Vor sechs Wochen wurde die Anfrage gestellt. „Vermutlich tun sie sich schwer“, hofft Bleimaier.

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