Ein Mann des Waldes: Robert Volkmann aus Schlagenhofen freut sich, dass seine Recherchen zum Thema Wald bald gebunden erhältlich sind.
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Ein Mann des Waldes: Robert Volkmann aus Schlagenhofen freut sich, dass seine Recherchen zum Thema Wald bald gebunden erhältlich sind.

Verein Heimatgeschichte Inning

Vorm Bilderspaziergang geht’s ins Holz

  • vonAndrea Gräpel
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Corona hat den Verein Heimatgeschichte Inning ausgebremst. Eigentlich hätte in diesem Jahr die 15. Ausgabe der Inninger Geschichtsblätter unter dem Titel „Damals und heute“ erscheinen sollen, stattdessen wird es nun ein Sonderheft geben. Veröffentlicht sind darin die gesammelten Recherchen von Robert Volkmann zum Thema Holz.

Inning - Volkmann ist ein pensionierter Lehrer und hat schon zahlreiche historische Beiträge verfasst – für den Verein Heimatgeschichte, aber auch über Innings Nachbarorte – zum Beispiel Breitbrunn. Beim Holzmachen im Wald begann ihn 2018 das Thema Holz in den Fingern zu jucken (wir berichteten). Ein Jahr hatte er recherchiert zum Thema Waldwirtschaft, tauchte ins Münchner Staatsarchiv ein und stieß auf interessante Fakten im Allgemeinen und erzählenswerte Geschichten aus der Region im Besonderen. Dabei konnte er feststellen, dass sich die Einstellung zum Wald und seinen Funktionen in den vergangenen 50 Jahren erheblich verändert hat.

Da der Entstehung der Ausgabe 15 der Inninger Geschichtsblätter durch Corona nun ins Stocken geraten war, griff Vorsitzende Jutta Göbber dankbar auf Volkmanns Angebot zurück, seine durch das Kapitel Waldumbau aktualisierten Recherchen als Sonderedition zu veröffentlichen. Eingehend hat sich der Schlagenhofener darin mit dem Umbau der Wälder durch klimaresistente Schwarznuss, Rotbuche und Elsbeere beschäftigt und ist wieder auf Geschichten gestoßen. Etwa, dass eine Elsbeere für einen fünfstelligen Betrag versteigert wurde und als Möbel in der Vorstandsetage eines Münchner Dax-Unternehmens Verwendung gefunden hat.

Das gedruckte Werk liegt bereits vor. „Coronabedingt warten wir mit dem Erscheinen noch etwas bis zur Lockerung der Situation“, sagt Jutta Göbber. Vorsichtig optimistisch plant sie die Vorstellung des Sonderheftes für den 18. April. Volkmanns gesammelte Recherchen sollen im Rahmen eines von Experten geführten Waldspaziergangs präsentiert werden.

Das entspricht der Tradition der Inninger historischen Hefte, zu deren Erscheinen vom Verein Heimatgeschichte immer eine Führung angeboten wurde. Normalerweise auch eine Ausstellung – darauf wird in Zusammenhang mit dem Sonderheft nun verzichtet. Dafür ist „Wald und Holz – einst und jetzt“ doppelt so groß im Format. Üblicherweise erscheinen Inninger Geschichtsblätter nämlich in DIN A5, Volkmanns Werk ist DIN A4 groß, 118 Seiten stark und gewohnt großzügig bebildert.

Außer an den Vorbereitungen für das geplante große Historienspektakel „Kaisertraum“, das bekanntlich im Herbst über die Bühne gehen soll, arbeitet die unermüdliche Jutta Göbber unterdessen trotzdem weiter an Ausgabe 15 der historischen Hefte. „Damals und heute“ wird ein „doppelter Bilderspaziergang“ durch Inning, in dem alte Ansichten aus der Zeit zwischen 1915 und 1970 der heutigen Situation aus möglichst ähnlicher Perspektive gegenüber stehen sollen. „Wir sammeln weiter Bilder, Dokumente, Karten, eventuell auch komplette Nachlässe. Wir sichten und erfassen sie fachgerecht. Werfen Sie also bitte nichts weg, sondern überlassen Sie uns die Materialien zumindest zum Einscannen für das Archiv“, bittet die Vereinsvorsitzende in der jüngsten Ausgabe des Inninger Gemeindeblatts.

Im Übrigen verweist Jutta Göbber darauf, dass die Ausgabe Nummer 14 der Geschichtsblätter aus dem Jahr 2019, „Wasser satt“, nur noch in Restbeständen vorhanden und gegen eine Spende in Höhe von 10 Euro im Schreibwaren Schroeren in Inning erhältlich ist. Dort wird nach der Präsentation im April auch das Sonderheft – weil größer – gegen eine Spende in Höhe von 12 Euro zu erhalten sein.

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