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Landschaftsschutz

Weichenstellung für neues Gewerbegebiet in Inning

Für weitere Flächen am Interkommunalen Gewerbegebiet nördlich der A 96 in Inning wird eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet geprüft. Nicht alle stimmten dem im Kreis-Umweltausschuss zu.

Inning– Die Gemeinde Inning will eine Fläche südlich des bestehenden Gewerbegebietes zusätzlich für Unternehmen ausweisen. Die baurechtlichen Voraussetzungen hat die Gemeinde geschaffen – nun ist der Kreis am Zug. Denn: Ein Teil liegt im Landschaftsschutzgebiet.

In Landrat Karl Roth und der Mehrheit des Kreis-Umweltausschusses haben die Inninger Unterstützer gefunden. Der Ausschuss hatte sich vor einigen Tagen vor Ort ein Bild gemacht. Das Interkommunale Gewerbegebiet sei fast voll, nun gehe es um den Bereich zwischen der Tankstelle und dem bestehenden Gewerbegebiet, sagte Roth in der Sitzung. Zudem schwebe der Gemeinde vor, die derzeit in der Ortsmitte befindliche Tankstelle möglichst aus dem Ort zu verlagern. Das gilt, so wurde bei mehreren Sitzungen in Inning bereits deutlich, als fast sicher.

Letztlich geht es um eine Fläche von rund 1,4 Hektar, die aus dem Landschaftsschutzgebiet Westlicher Teil des Landkreises Starnberg herausgenommen werden müsste. Das Verfahren dafür führt der Kreis, der Ausschuss befand lediglich über die Einleitung, nicht über den Ausgang. Das von der Gemeinde Inning geplante Gewerbegebiet, das in Eigenregie der Gemeinde entstehen soll, ist etwas größer. Die übrigen Flächen liegen jedoch nicht im Landschaftsschutzgebiet. Theoretisch können Bauvorhaben in Landschaftsschutzgebieten auch auf dem Wege einer Befreiung erlaubt werden, was nach Einschätzung des Landratsamtes in diesem Fall jedoch ausscheidet. Die Begründung klingt durchaus logisch: Eine Tankstelle gehört nicht in ein Landschaftsschutzgebiet.

Kreisrat Anton Maier (Grüne) konnte sich mit dem Vorschlag so gar nicht anfreunden. Eine Verlagerung der Tankstelle lohne doch fast gar nicht mehr, weil in einigen Jahren sowieso Verbrennungsmotoren ausrangiert würden, meinte er ebenso vielsagend wie ironisch. Dann wäre es doch besser, die Tankstelle im Ort zu lassen – wegen des Reisebedarfs, also der Einkaufsmöglichkeit. Ernsthaft sagte er: „Die Planung weist nicht in die Zukunft.“ Die Grünen haben generell als Linie, Herausnahmen aus dem Landschaftsschutz nur in extremen Ausnahmesituationen zuzustimmen. Maier sah dies nicht gegeben und stimmte dagegen. Zudem drohe dort Einzelhandel, was der Gemeinde „nicht guttun würde“. Die Gefahr ist nach bisherigen Informationen aber gering, weil die Flächen eher klein sein dürften. Das Interkommunale Gewerbegebiet habe ja anfangs auch viele Fürsprecher gehabt, und „heute ist es greislich“.

Maiers Gegenstimme bewirkte wenig – das Verfahren wird eingeleitet. Normalerweise werden die Flächen am Ende durch den Kreistag auch aus dem Landschaftsschutz herausgenommen. Die Prüfungen werden mehrere Monate dauern.

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