Alles frisch, ob Gemüse, Brot oder Fisch: Dankbar haben viele Inninger das neue Einkaufsangebot angenommen.
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Alles frisch, ob Gemüse, Brot oder Fisch: Dankbar haben viele Inninger das neue Einkaufsangebot angenommen.

Eröffnung

Wochenmarkt bringt Dorf zusammen

Endlich war es so weit, und es war kein Aprilscherz: Bürgermeister Walter Bleimaier hat auf dem Parkplatz hinter dem Gasthof zur Post Innings Wochenmarkt eröffnet. Neun Stände wurden von zahlreichen Inningern freudig gestürmt.

Inning - Ohne Marktleiter Albert Riederer und Marktinitiatorin Marita Seefelder hätte die Kundschaft den Karfreitagsfisch dort aber nicht bekommen. „Wenn Frau Seefelder sich was einbildet, dann ist der Zug am Rollen“, sagte Bleimaier, Der Bürgermeister kennt die umtriebige Ratskollegin mittlerweile recht gut. Seit einem Jahr vertritt sie die Grünen im Gemeinderat. Dort hat sie den Wochenmarkt gleich zu Beginn angestoßen. Und wären Marita Seefelder und ihr Team nicht so hartnäckig, hätte Klea am Donnerstag wohl auch keine frischen Fischstäbchen verspeist. Das Leibgericht der Sechsjährigen bereitete Vater Patrick Augst aus dem Rotbarsch her, den ihm Esma Agac über die Theke gereicht hatte – und sie wiederum hatte zur Markteröffnung eigentlich absagen wollen, weil ein Verkaufswagen zwar bestellt, aber nicht geliefert wurde. Denn zeitgleich mit Inning steht ihr Mann mit Frischfisch, Meeresfrüchten und Fischsemmeln in Eching. Eine Absage kam für das Team Riederer/Seefelder überhaupt nicht in Frage. Nicht, nachdem der Start mit so vielen Widrigkeiten zu kämpfen hatte und fast einer Osterruhe zum Opfer gefallen wäre, und schon gar nicht an einem Donnerstag vor Karfreitag. Ein Markt ohne frischen Fisch – es würde etwas fehlen. Also organisierten die beiden einen Mietwagen. Marita Seefelder persönlich fuhr nach Schwabmünchen, hinterlegte eine Kaution und parkte den Fischwagen an der Münchner Straße 2 in Inning ein. Welch Glück für alle Beteiligten.

Fast im Minutentakt strömten die Menschen am Donnerstag auf den Marktplatz. Sie standen Schlange für Fisch oder beim Bäcker – die süßen Osterlämmer waren in Windeseile ausverkauft. Auch das Demeter-Gemüse der Familie Albrecht fand reißenden Absatz. Gefragt waren auch die To-go-Menüs der Post-Wirte. Im Früchteparadies Hierat reichte der vierjährige Pepe dem Verkäufer einen 50-Euro-Schein. Denn er habe „viel“ gekauft, antwortete er auf Nachfrage und steckte die geschenkte Mandarine zu dem „Vielen“ im Korb. Seine Mutter Elisabeth Sailer war glücklich über das Angebot. Und darüber, dass der Markt nachmittags stattfindet. „Dann kann ich nach der Arbeit noch vorbeischauen“, freute sich die Erzieherin aus Buch.

Glücklich war auch Ben, dem Seefelder ein Lebkuchenherz umhängte. Als Dank für das Bild des Neunjährigen, auf dem ein Verkaufswagen mit lauter gesunden Sachen zu sehen ist. Johannes bekam obenauf einen 5-Euro-Eisgutschein, denn sein Werk wurde prämiert (wir berichteten).

Lebhaft erinnerte sich Innings Heimatforscherin Jutta Göbber an den gescheiterten Versuch, bereits 2004 einen Markt an der Landsberger Straße zu etablieren. Und dass es jahrzehntelang einen Rindermarkt in Inning gab. Ab kommenden Donnerstag ist auch die Kaffeekutsche dabei, ab Juni zusätzlich „Tante Resis Unverpackt Stand“.

Geöffnet ist der Markt immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Michèle Kirner

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