+
Autos müssen auf der Straße bleiben, denn die Parkbuchten im Gewerbegebiet Am Weiher in Inning sind mit Anhängern, Wohnmobilen und Containern belegt.

Viele Beschwerden

Wohnmobile und Hänger im Gewerbegebiet: Nachtparkverbot in Inning geplant

  • vonAndrea Gräpel
    schließen

Ganze Parkbuchtstrecken seien dauerbelegt. Innings Bürgermeister Walter Bleimaier will auf die Beschwerden aus dem Gewerbegebiet Am Weiher deshalb reagieren.

Inning – Zur jüngsten Gemeinderatssitzung legte Bleimaier einen Vorschlag vor, der auf den Straßen Rudolf-Diesel-Ring, Carl-Benz-Straße, Fraunhoferstraße und Moosstraße jede Menge Halteverbote vorsah. Zumindest über Nacht und in einem Teilabschnitt soll es gelten, da war sich das Gremium einig, damit wenigstens die Anhänger wegkommen.

Genau diese Anhänger, aber auch Wohnmobile und zum Teil sogar Container sind es, die dem Bürgermeister und den Beschwerdeführern, die sich bei ihm gemeldet haben, ein Dorn im Auge sind. Denn sie lösen eine Kettenreaktion aus. Da die Parkbuchten durch sie besetzt sind, wird wild auf der Straße geparkt, was nicht selten zu Behinderungen führe, so Bleimaier. Soweit sie ihm bekannt sind, habe er mit den Besitzern gesprochen, doch müssen man es ihnen erst mal nachweisen, dass die Fahrzeuge 14 Tage nicht bewegt worden seien. Und wenn, dann würden sie halt ein paar Meter bewegt, und die Frist verlängere sich, erklärte er. Ein Besitzer habe so gar kein Verständnis gezeigt, seine Heizmobile seien im Winter ohnehin im Einsatz. Eine Antwort, mit der sich Bleimaier freilich nicht zufriedengeben konnte. 

Um der missbräuchlichen Nutzung der Parkbuchten einen Riegel vorzuschieben, hat die Verwaltung ein Halteverbotskonzept erarbeitet, über welches Thomas Bauer (CSU) die Hände über dem Kopf zusammenschlug. „Wahnsinn, was wir Schilder aufstellen müssen, weil sich Bauwerber nicht an die Regeln halten“, schimpfte er. „Reichen nicht drei Schilder aus, um Zonen auszuweisen?“, wollte er wissen. Vielleicht sogar mobile. Aber nicht nur Monika Schüßler-Kafka (FW) hatte die Befürchtung, dass dann mit den Schildern spazieren gegangen werde.

Kein Platz mehr - Hänger reiht sich an Hänger

Der Verwaltungsvorschlag lautete, zwischen Einmündung Carl-Benz-Straße und Einmündung Griesstraße eine Halteverbotszone einzurichten und die Parkflächen in dieser Zone zwischen 22 und 6 Uhr mit einem Halteverbot zu belegen. Also jeweils über Nacht, so dass Polizei und Verkehrsüberwachung eine Handhabe hätten. Die Parkflächen müssten allerdings separat beschildert werden.

Moosstaße und Carl-Benz-Straße seien am schlimmsten betroffen, fand Günther Kammerloher (CSU). Mit den vielen Schildern auf dem Rudolf-Deisel-Ring konnte auch er sich nicht anfreunden. „Es wäre doch affig, in unserem Gewerbegebiet alles zu verbieten“, ärgerte sich Johann Ritzer (FBB), der sich für ein Parkverbot an der Moosstraße aussprach und eine Parkbeschränkung in den Buchten zwischen 6 und 22 Uhr. „Dann muss er die Anhänger wegnehmen“, sagte er an die Verantwortlichen der Firma mit den Heizmobilen gerichtet.

Am Ende verständigte sich das Gremium darauf, sowohl Moos- als auch Griesstraße jeweils bis zur Carl-Benz-Straße künftig mit einem Parkverbot zu belegen. Auf der Straße werde es sonst schnell eng, außerdem hätte der Landwirt dann keine Probleme mehr, die letzten Ackerflächen in diesem Bereich zu bearbeiten. Auf dem Rudolf-Diesel-Ring wiederum soll lediglich im Bereich zwischen Fraunhoferstraße und Carl-Benz-Straße künftig zwischen 22 und 6 Uhr ein Nachtparkverbot gelten. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Lesen Sie auch: 

Ein Maisfeld als Testlabor: Mit und ohne Düngung, mit und ohne Pflanzenschutzmittel, dazu verschiedene Aussaattechniken – auf einem Acker bei Inning testet der Landwirt Georg Diethelm derzeit zwölf unterschiedliche Anbauarten für Mais.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare