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Die Geehrten und der Vorstand blickten auf ein ereignisreiches Jahr zurück: (v.l.) Florian Huitl, Jens Möller, Kreiswasserwacht-Chef Markus Schmolz, technischer Leiter Kurt Zobrist und Kassier Manuel Ott sowie (vorne) Dreikampf-Preisträger Johannes Mair mit Mutter und Jugendleiterin Marion Mair.

Hauptversammlung

Zwei Todesfälle überschatten die Bilanz der Wasserwacht Buch

Die Ortsgruppe Buch der BRK-Wasserwacht  hat in ihrer Jahreshauptversammlung die Bilanz des vergangenen Jahres gezogen.

Inning – Jens Möller, Vorsitzender der Wasserwacht-Ortsgruppe Buch, ist seit 30 Jahren Mitglied – und 2017 erlebte er zum ersten Mal, dass zwei Vermisste nur noch tot aus dem Ammersee geborgen werden konnten. Eine Erfahrung, die man nicht so leicht wieder los werde, gestand er. „Das braucht man nicht oft“, betonte auch der technische Leiter, Kurt Zobrist, bei der Jahreshauptversammlung im gut besuchten Veranstaltungsraum vom Gasthof Post.

Insgesamt 3917 Stunden waren 140 der rund 200 Mitglieder vor Ort, davon fiel der Löwenanteil auf die 22 Aktiven. Der für fünf Jahre Mitgliedschaft geehrte Florian Huitl etwa arbeitete eine gute Arbeitswoche, nämlich 42 Stunden, für die Allgemeinheit. Chef Müller kann 260 Stunden vorweisen, Zobrist 185 und Marion Mair 306 Stunden. Seit die Bucherin vor einem Jahr die Jugendleitung übernahm, bereitet sie die 21 Kinder mit Spiel und Spaß auf die Aufgaben des Ehrenamtes vor. Beispielsweise bei einer Stadtrallye durch München, im Jugendschwimmwettkampf mit Wellenreiten und Dampferstegjumpen oder dem erstmalig organisierten Kinderwachdienst, an dem die Kleinen den Alltag der Großen miterleben durften. Inklusive Bootsfahrt versteht sich. Im Dreikampf standen ihre Söhne Johannes und Lukas Mair neben Samuel Kirsch in der Gesamtwertung der 37 teilnehmenden Mitglieder ganz vorne.

Für die Erwachsenen war der Umzug der MS Utting vom Ammersee nach München „ein echtes Highlight“ (Möller). Die BRK-Taucher mussten beispielsweise die Tragegurte zum Herausziehen des Rumpfes befestigten (wir berichteten).

Von der Bucher Wasserwachtstation aus hielten die Helfer 2661 Stunden lang Badegäste und Wassersportler im Auge. Von den 1255 Stunden in Stegen übernahmen den größten Anteil (1172 Stunden) die Kollegen aus Steppach, Bobingen und Stadtbergen. 41-mal leisteten die Freiwilligen Erste Hilfe und rückten knapp 30-mal aus, um Seglern, Surfern oder Standup-Paddlern zur Seite zu stehen. Sie bargen einen gekenterten Drachen, tauchten nach Verlorengegangenem oder übergaben unter anderen einen gestürzten Radler nach der Erstversorgung dem Rettungsdienst.

Die zwei vermissten Schwimmer im Mai und im August konnten nicht mehr lebend geborgen werden, so Zobrist. Einen davon hatten sie mit Hilfe anderer Wasserwachten schon die Tage vorher erfolglos gesucht. Der über mehrere Wochen zugefrorene See hatte „gottlob“ keine eingebrochenen Eisläufer mit sich gebracht, berichtete der technische Leiter erleichtert.

Kassier Manuel Ott präsentierte in Sachen Finanzen ein Plus in Höhe von 3246 Euro. Die Mitgliedsbeiträge und Spenden füllten die Kassen genauso wie die Einnahmen aus Sachbergungen nach den heftigen Stürmen des vergangenen Jahres. BRK-Kreisvorstandsvize Karlheinz Anding lobte die gelungene Homepage, in der neben Ankündigungen und Erlebtem auch Wassertemperatur und -stand aufgelistet sind. Die Adresse lautet: www.wasserwacht-buch.de.

Von Michèle Kirner

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