Integegrationshilfe wünscht sich mehr Engagement

Gilching - Gelebte Integration findet bei der Integrationshilfe für ausländische Kinder und Jugendliche in Gilching statt. Dennoch könnte es etwas mehr sein, stellt Vorsitzende Elke Dietrich fest.

Integration darf nicht einseitig sein, weiß Elke Dietrich. Deshalb wünscht sie sich mehr Engagement auch seitens der Menschen mit Migrationshintergrund. „Für unsere Kinder wäre es gut, wenn auch ihre Mütter die deutsche Sprache lernten. Dann könnten sie bei den Hausaufgaben helfen oder verstehen, wenn sich die Kinder mit ihren deutschen Freunden unterhalten.“ Dabei gebe es durchaus Eltern, die an Integrationskursen teilnähmen. „Diese Kurse finden im türkischen Kulturzentrum an der Carl-Benz-Straße statt und werden vom Bundesamt für Integration finanziert", erklärt Dietrich. Sie dauern sechs Monate und beinhalten neben dem Erlernen der Sprache auch Sozialkunde.

Derzeit werden bei der Integrationshilfe 50 Kinder in vier Gruppen von 45 Ehrenamtlichen von Montag bis Donnerstag betreut. Den Hauptanteil bilden Menschen aus der Türkei, gefolgt von Kosovaren und Afghanen. Dafür stehen in der Rathausschule vier Klassenzimmer zur Verfügung. „Unsere Warteliste ist lang. Wir wollen aber individuell fördern und die Kinder nicht nur verwahren. Deshalb können wir nicht alle Kinder annehmen.“

Dietrich appelliert an Menschen, die Lust haben mit Kindern zu arbeiten und ein bis zwei Mal die Woche am Nachmittag Zeit haben. „Es müssen keine Lehrer sein. Voraussetzung aber ist, man muss Kinder mögen und auch Kritik vertragen.“ Infos gibt es bei Elke Dietrich unter (0 81 05) 37 79 92 oder im Internet unter www.integrationshilfe-gilching.

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