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Das Dach ist undicht, die Tür steht offen, die Fenster sind kaputt und im Inneren sammelt sich der Mül l: Die ehemalige Jagdhütte im Wald am Höhenberg ist in einem maroden Zustand. Sie ist im Besitz der Gemeinde Weßling. 

Dach undicht, Fenster eingeschlagen

Jagdhütte abreißen oder wieder aufbauen?

Die Türe ist aufgebrochen, das Dach defekt und die Fensterscheiben eingeschlagen: Die marode Jagdhütte am Höhenberg beschäftigte den Weßlinger Bauausschuss.

Weßling – Eine Entscheidung, ob das verfallene Gebäude wieder aufgebaut oder abgerissen wird, trafen die Ausschussmitglieder noch nicht. Dr. Birka Camerer (Grüne) hatte noch in einer der letzten Gemeinderatsitzungen unter Bürgermeister Michael Muther darum gebeten, diesbezüglich aktiv zu werden. Sie hatte von ihrem Zuhause aus beobachtet, wie junge Leute regelmäßig an den Fuß des Höhenbergs pilgerten und friedlich im Hüttchen beisammensaßen. „Müll haben sie keinen hinterlassen“, betont sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die Idylle ist jetzt allerdings bedroht, denn neuerdings regnet es in die Hütte hinein, die Türe ist offen und die Fenster sind kaputt. Ob hier Randalierer am Werk gewesen sind oder der Zahn der Zeit für die Schäden verantwortlich ist? Das könne sie nicht beurteilen, so Camerer. Aber sie würde sich über eine Reparatur freuen.

Schützenhilfe bekam sie von Klaus Ebbinghaus (SPD), der sich ein Projekt für die Schüler vorstellen könnte. Ganz nach Vorbild der Montessori-Schule Biberkor, die kürzlich das einstige „Forsthaus Falkenau“ aus der gleichnamigen Fernsehserie unter seine Fittiche nehmen und in Eigenleistung wieder in Stand setzen möchte. Ähnliches hatte auch die ehemalige Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl im Sinn, als sie das zwischen den Laubbäumen versteckte Häuschen zur Chefsache gemacht hat. Bereits zu ihrer Amtszeit war das Gebäude in Gemeindebesitz. Damals habe sie sich darum bemüht, das verwunschene Holzhäuschen in Stand zu halten. „Es war sehr schwierig, jemanden zu finden, der zuverlässig die Verantwortung übernimmt“, weiß die Rentnerin. Nach ihrem Abgang aus dem Rathaus habe man den Jugendtreffpunkt wohl aus den Augen verloren.

Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache – die Wiederinstandsetzung könnte allerdings daran scheitern, dass die ehemalige Jagdhütte im FFH-Gebiet mitten in einem Biotop steht, erklärt Bürgermeister Michael Sturm. Außerdem dürften die umstehenden Bäume nicht gefällt werden. „Eine Instandsetzung wird sicher nicht einfach sein“, vermutet der Bürgermeister. Auch wegen der Sicherungspflicht, die eine regelmäßige Kontrolle mit sich bringen würde. „Wir prüfen das gerade“, sagt Sturm.

Michèle Kirner

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