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Sie sorgten für Gänsehautmomente: Die Realschüler Valerie Geisler und Alexander Struß.

Jahresempfang

Smoking, Stolz und andere Höhepunkte

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Herrsching - Unterhaltsam wie schon bei den vergangenen Jahresempfängen, nur diesmal im April statt im Februar, führte Bürgermeister Christian Schiller, als Showmaster durch einen Abend gespickt mit Ehrungen, Tanz und Musik.  

Es ist die beste Art, sich kennen zu lernen – miteinander reden und in die Augen schauen statt unpersönlich über Telefon oder Computer zu kommunizieren: Die Herrschinger Gemeinderätin Anke Strobl scheint begeisterte Jahresempfangbesucherin, und dies nicht erst seit ihr Mann Gunther neuer Leiter des Veranstaltungsortes ist, vom Haus der bayerischen Landwirtschaft. Anke Strobl schätzt diese Würdigung der ehrenamtlich engagierten Bürger und Sportler, „und nebenbei haben wir noch einen wunderbaren Showmaster“. Das hörte der so angesprochene Bürgermeister Christian Schiller natürlich besonders gern. Auch ihm ist es eine Herzensangelegenheit, diejenigen zu ehren, „die es wirklich verdient haben“.

Es war besonderen Umständen geschuldet, dass aus dem Herrschinger Neujahrsempfang mit Termin im Februar ein Jahresempfang im April wurde. Die unfreiwillige Terminverschiebung durch den defekten Saalboden hatte aber Vorteile: eine Garderobe, in der sich nicht die Mäntel am Boden stapeln, und auch Schnee und Eis standen weder An- noch Heimfahrt im Weg. Allein die Sache mit den Parkplätzen ist unverändert. Rund um das Haus der bayerischen Landwirtschaft und auch entlang der Rieder Straße war alles dicht. Wie immer, möchte man meinen, wenn Schiller in seinen Smoking schlüpft, sich die Fliege umbindet und auf die Bühne springt. 300 Herrschinger hieß er auch diesmal im großen Saal der Bildungseinrichtung willkommen. Mehr als 300 dürfen jedenfalls nicht hinein, darum gibt es auch nicht mehr Einladungen, so sehr Schiller sich dies wünschte. Aber auch in diesem Jahr fanden wieder Einige ohne Einladung den Weg hinein fanden, um die „Show“ zu erleben. Eine Show für die Ehrenamtlichen und Sportler, für Wirtschaft und andere Institutionen. Für sie alle ist dieser Jahresempfang auch eine Börse und eine Möglichkeit, Netzwerke auszubauen. Schiller umrahmt dies mit bester Unterhaltung und Ehrengästen wie Jule Ronstedt, die in Herrsching aufgewachsen ist, „in dieser Straße sogar“.

Die Showeinlage, die die Tropschug-Brüder 2015 unvergessen machten, wurde in diesem Jahr von Commandante Volkert angeführt. Der Herrschinger Ricardo Volkert mit seinem Rumba- und Flamenco-Ensemble Locos por la Rumba ließen kurzfristig die Sonne und das heiße Temperament Andalusiens in den Hallen an der Rieder Straße aufflammen. Das war schon beeindruckend. Ebenso die Leistungen der Herrschinger, die Schiller hervorhob, und die Tatsache, dass er zu jeder Person auf der Bühne etwas zu erzählen hat. Er braucht dazu keine aufwändige Recherchen, denn selbst in Herrsching aufgewachsen, in Wasserwacht und Rettungsdienst aktiv gewesen, kennt er alle – und er ist, wie jeder weiß, mit fast allen per Du. Ob es Sebastian Herre ist, der kurzfristige Polizeichef Herrschings war, auf den Schiller als Bub aufgepasst hat und den er bald trauen darf, oder Max Hauser, der selbst zumindest gefühlte 25 Jahre Jahresempfang dabei ist. Jedes Jahr sei er in der Vergangenheit auf die Bühne gerufen worden– als Spieler oder Trainer der Volleyballer. Selbst spielt er aktiv in der zweiten Mannschaft, die in diesem Jahr auf die Bühne durfte. „Ich habe mich hintenangestellt, damit ich die nächsten Jahre auch hier sein kann“, sagte der Bundesliga-Coach lachend. Und Schiller freut’s. Obwohl er es sich selbst immer schwerer macht, das Vorjahr zu toppen, hat er es wieder geschafft – mit Hilfe von Valerie Geisler. Der 17-Jährigen hatte er indirekt zu einem Treffen mit Rea Garvey verholfen, indem er ihren Gesang pries (wir berichteten). Völlig zurecht. Begleitet von Alexander Struß am Flügel sorgte sie am Donnerstag für Gänsehaut-Momente mit ihrer Interpretation „Jar of Hearts“ von Christina Perri und „Stay with me“ von Sam Smith. An diesem Wochenende will sich die Realschulabgängerin für den Bereich Musical an der Theaterakademie in München bewerben. Wenigstens 300 Menschen im Saal hat sie bereits überzeugt. Könnte es bei so viel Talent in seiner Gemeinde einen stolzeren Bürgermeister geben? Bis zum nächsten Mal: „Auf Wiederschauen, alles Gute, Ihr Christian Schiller."

Jahresempfang - die Bilder

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