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Besondere Leistungen verdienen besondere Würdigung: Bürgermeister Christian Schiller würdigte am Donnerstag 41 Herrschinger für ihr Wirken, ihr Können und ihre Leistungen. 

Jahresempfang

Herrschings erster Hilfssheriff

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Der Jahresempfang der Gemeinde Herrsching ist für viele der geladenen Gäste eine Überraschung. So war es auch heuer wieder

Herrsching – Nach dem Jahresempfang ist vor dem Jahresempfang. Ein Jahr dauere die Vorbereitung für die Veranstaltung, zu der die Gemeinde Herrsching jedes Jahr ins Haus der bayerischen Landwirtschaft einlädt, verriet Bürgermeister Christian Schiller. Eine Revue, bei der er auf der Bühne zur Hochform aufläuft. 365 Tage im Jahr schauen und hören er und seine Assistentin Bettina Schneck genau hin. Was ist besonders, vor allem wer ist besonders? Diese Herrschinger stehen dann im Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt stehen Menschen wie Herrschings von dieser Ehrung überraschter Feuerwehrkommandant Daniel Pleyer, der für seinen beherzten Einsatz gegen drei Graffitisprayer einen Hilfssheriffstern verliehen bekam. Immerhin aus kompetenter Hand, denn Schiller holte sich einen nicht minder überraschten Sebastian Herre zur Seite. Der Kriminalrat ist Leiter der Terrorermittlung im Landeskriminalamt in München und war auf seinem Karriereweg für ein halbes Jahr Leiter der Polizeiinspektion an der Rieder Straße. Herre – am Ammersee zu Hause – und Schiller kennen sich aus Kindertagen, so dass Schiller keine Scheu hatte, ihn zu bitten, Pleyer den Stern anzustecken.

Menschen wie Pleyer und Herre zur Ehre wirft sich Schiller zum Jahresempfang in seinen Smoking und macht aus einem Ehrungsmarathon eine kurzweilige Revue, zu der jedes Jahr 300 Persönlichkeiten aus den Bereichen Sport, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft eingeladen und gut unterhalten werden. Nicht wenige Herrschinger haben sich in der Vergangenheit ohne Karte reingeschmuggelt. Gemeinderat und CSU-Fraktionssprecher Willi Welte war allerdings das erste Mal dabei. Weil der liebenswürdige Grantler ist, wie er ist, war er dieser Veranstaltung in den Vorjahren quasi aus Protest fern geblieben. Diesmal mischte er sich beim anschließenden Buffet vergnügt unters Volk und fand neidlos anerkennende Worte.

Von Politik ist dieser Abend ja auch weit entfernt. Er hat sich als Kontaktbörse etabliert, ist eine Möglichkeit, Netzwerke auszubauen – und verborgene Talente kennen zu lernen. Diesmal machten besonders junge Herrschinger auf sich aufmerksam. Emelie Reusken zum Beispiel. Sie hatte Schiller mit einem Brief an ihn beeindruckt, in dem sie Vandalismus am Bahnhof beobachtete und Vorschläge machte, dem entgegenzutreten. Diese Courage imponiert dem Rathauschef.

Für Gänsehaut sorgten in diesem Jahr der 16-jährige Jakob Mühleisen und die zehnjährige Malaika Wain-wright. Der eine ist ein aufgehender Stern unter den Singer-Songwritern, nach seinem Auftritt bei den Bundesliga-Volleyballern schon so was wie ein Star. Vor 1000 Besuchern hat der junge Musiker beim Innsbrucker „Heimspiel“ in der Pause die Halle gerockt. Allein und mit seinem Duo-Partner Max Aldinger aus Utting und lässig mit einer Flasche Wasser in der Hand auf die Bühne schlendernd gelang ihm das auch vor 300 Menschen an der Rieder Straße.

Malaika Wainwright schlägt ungleich sanftere Töne an. Das deutsch-malaysische Mädchen ist ein Wunderkind am Klavier. Auch ihr Vortrag blieb nicht ohne Zugabe, ebenso wenig der des letztjährigen The-Voice-Kids-Teilnehmers Max Huber (14). Die jungen Herrschinger gaben den vielen Ehrungen – natürlich durften die Stammgäste aus den TSV-Abteilungen nicht fehlen – einmal mehr einen ausgenommen unterhaltsamen Rahmen.

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