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Amtsgebäude mit Anbau: Das Berger Rathaus wurde schon zweimal mit Hilfe von Containern erweitert.

Die Jahresvorschau von Bergs Bürgermeister Rupert Monn

Jetzt geht’s um die Zukunft des Rathauses

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Berg- Die Gemeinde Berg hat ein ruhiges Jahr vor sich. Einziger schwieriger Punkt ist die Frage, ob, wo und wie ein neues Rathaus gebaut wird.

Die Windräder stehen, die Oskar-Maria-Graf-Schule ist in Ordnung. Die Gemeinde Berg hat kaum mehr große Baustellen zu bewältigen. Das wichtigste Thema für 2017 ist das Rathaus: Gibt es einen Neubau und wenn ja, wo?

Rathaus

Seit dem Jahreswechsel 2012 beschäftigt die Gemeinde das Thema, wie die Verwaltung besser unterzubringen ist. Seitdem ist der Gemeinderat nur wenig weiter gekommen. Der Standort Aufkirchen unterhalb der Alten Schule wurde verworfen. Nun sind noch drei Lösungen im Gespräch: eine Erweiterung des bestehenden Standorts an der Ratsgasse, ein Neubau auf einem Gemeindegrundstück in Aufhausen am Enzianweg oder ein Neubau auf dem Huberfeld in Berg-Nord. Letzteres gehört der katholischen Kirche. Eckpunkte für einen Grundstückstausch-Vertrag stehen. Doch es gibt noch keinen Ratsbeschluss, wo die Reise überhaupt hingeht. Das soll 2017 passieren, sagt Rathauschef Rupert Monn. „Die Verträge mit der Kirche sind spätestens im Frühsommer unter Dach und Fach, dann kann sich der Gemeinderat entscheiden.“ Der Nachteil am Huberfeld ist, dass das Areal nicht in Gemeindebesitz ist. Der Nachteil in Aufhausen ist, dass das Areal relativ weit ab vom Schuss ist. Der Nachteil am bestehenden Standort ist, dass die Verwaltung für eine Sanierung und oder einen Neubau am alten Standort vorübergehend woanders hinziehen müsste.

Asyl

Die Rathausmannschaft soll 2017 um einen Asylbeauftragten erweitert werden. Der neue Mitarbeiter soll Asylbewerber aus Berg bei Behördengängen und bei Anträgen unterstützen. Die Asylbewerber wohnen seit einigen Monaten im Containerdorf am östlichen Ortseingang von Berg. Der Helferkreis um Iradj Teymurian ist schwer engagiert, Probleme sind nicht bekannt. Der Bürgermeister hofft, dass das Landratsamt die Zeltstadt am nördlichen Ortseingang bald auflöst. Ein, zwei Zelte könnte die Gemeinde abnehmen, um für Notfälle gerüstet zu sein. Den Rest versucht das Landratsamt im Auftrag der Regierung von Oberbayern loszuwerden. Tutzing und Pöcking, wo es ähnliche Zeltstädte gab, sind schon weg.

Klimaschutz

Die Windräder produzieren saubere Energie, im neuen Jahr geht es weiter: Die Kommune will für die täglichen Wege des Gemeindemitarbeiters ein Elektroauto anschaffen. Es soll ein Kleinwagen werden, 28 000 Euro sind im Haushalt eingeplant. „Wir wissen, was wir wollen“, sagt Monn. Das Auto werde an einer normalen Steckdose beim Rathaus aufgeladen, kündigt er an. Eine Ladesäule sei erst für ein neues Rathaus geplant. „Das kostet ja einen Haufen Geld.“ Einen Haufen Geld ist auch für das gemeindeeigene Wirtshaus in Farchach eingeplant. Es soll für 220 000 Euro energetisch saniert werden. „Es geht vor allem um die Außenhaut, das Haus ist aus den 1970er Jahren“, sagt Monn. „Das ist kein Luxus mehr.“ Übrigens: Berg ist nicht Mitglied im Klimapakt des Landkreises. „Aber wir handeln in dessen Sinne“, unterstreicht Monn.

Feuerwehren

Die Sanierung der Feuerwehrhäuser ist laut Monn abgeschlossen. 2016 war Kempfenhausen an der Reihe, 2015 wurde in Berg etwas gemacht. Allmannshausen ist 2013 runderneuert worden und die Häuser in Bachhausen und Farchach sind laut Bürgermeister in gutem Zustand. Nur Höhenrain kriegt eine neue Garage und Platz für Spinde. Neue Löschfahrzeuge sind für 2017 nicht vorgesehen. Die Berger bekommen einen neuen Unimog (60 000 Euro), die First Responder ein neues Auto (50 000 Euro), für das Monn aber noch auf Spenden hofft.

Friedhof Aufkirchen

Die Gemeinde stellt 85 000 Euro für die Renovierung der Wege im Aufkirchner Friedhof im Haushalt ein. Die Kirchenverwaltung hat angekündigt, die Friedhofsgebühren erhöhen zu müssen, weil der Unterhalt der Wege so teuer ist. Grundsätzlich sind die Kommunen für Friedhöfe zuständig. Nicht in Berg: „Wir sind in der glücklichen Lage, zwei kirchliche Friedhöfe im Gemeindegebiet zu haben, die von der Gemeinde finanziell unterstützt werden“, sagt Monn.

Wasserversorgung

Die sukzessive Erneuerung der Wasserleitungen ist jedes Jahr ein Thema. 2017 sind die Maxhöhe, der Unteren Lüßbach in Höhenrain und die Bachhauser Straße dran. Zudem wird für 200 000 Euro der Hochbehälter Aufkirchen saniert und weiter nach einem Ersatzbrunnen für Höhenrain gesucht.

Kläranlage

Die Pflanzenkläranlage in Mörlbach ist nach Meinung des Wasserwirtschaftsamtes und des Abwasserverbandes langfristig nicht ausreichend für den Ortsteil Mörlbach. Die Anwohner sind anderer Meinung. „Wir werden uns in 2017 die Sache anschauen und planen“, kündigt Monn an. „Es wird aber noch nichts konkret gebaut werden.“

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