Wieder im Lederhosen-Trikot: die Nationalspieler Ferdinand Tille (l.) und Patrick Steuerwald. Foto: svj

Volleyball

Jetzt ist wieder Bundesliga

Herrsching - Herrschings Volleyballer starten am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen in die Rückrunde der 1. Bundesliga.

Nach einer knapp vierwöchigen Winterpause startet die Volleyball-Bundesliga heute in die Rückrunde. Für den TSV Herrsching hat es der Auftakt in sich. Am Mittwochabend, 20 Uhr, empfängt die Mannschaft von Coach Max Hauser die Netzhoppers Königs Wusterhausen, am Samstag geht’s dann zu den Chemie Volleys Mitteldeutschland.

„Das sind zwei ganz wichtige Spiele“, sagt Hauser. Nach den beiden Duellen gegen die Tabellennachbarn wird sich zeigen, wohin die Reise für den Ammersee-Klub heuer gehen wird. Zuerst ist Hauser aber als Psychologe gefragt. Schließlich kommen mit Ferdinand Tille und Patrick Steuerwald zwei Athleten an den Ammersee zurück, die mit dem Nationalteam tragisch das Ticket für Olympia verpassten (wir berichteten). Im gestrigen Abschlusstraining stießen sie wieder zur Mannschaft. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Marvin Polte bat Hauser („Durch das deutsche Olympia-Aus werden die Olympischen Spiele für mich um einiges langweiliger“) Tille und Steuerwald erstmal zu einem Acht-Augen-Gespräch. Hauser hofft, dass die Nationalspieler den Spagat („Von Polen und Russland müssen sie nun umswitchen auf die Netzhoppers und unsere Nikolaushalle“) hinkriegen. Zudem nimmt Hauser die restlichen Spieler in die Pflicht: „Gegen die Netzhoppers ist das Team gefragt, von ihm muss diesmal das Feuer kommen. Die Jungs müssen den beiden schnell wieder den Spaß vermitteln.“

In Abwesenheit von Zuspieler Steuerwald legte Hauser in den Trainingseinheiten den Schwerpunkt auf Annahme und Aufschlag. Die sollen gegen Königs Wusterhausen der Schlüssel zum Erfolg werden. Die Netzhoppers überraschten am letzten Spieltag vor der Winterpause mit einem glatten 3:0-Erfolg gegen Coburg. Mit dem kurz vor Weihnachten verpflichteten Sebastian Krause sind die Rand-Berliner noch stabiler in Angriff und Annahme. Bei seinem Debüt gegen Coburg ließ der Ex-Nationalspieler, der vom rumänischen Topklub Remat Zalau gekommen war, seine Klasse aufblitzen. Und Manuel Rieke „ist einer meiner Lieblings-Zuspieler - nach Patrick Steuerwald“, sagt Hauser.

Nach der Lizenzverweigerung in 2013 mussten die Netzhoppers nach sechs Jahren Erstligazugehörigkeit den Gang ins Unterhaus antreten. Sehr souverän gelang ihnen in der Folgesaison der sofortige Wiederaufstieg. In der vergangenen Spielzeit scheiterte man im Viertelfinale am späteren Meister Friedrichshafen.

Von Dirk Schiffner

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