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Die Festwiese dient bereits seit längerem als Ausweich-Parkplatz für die Beschäftigen des Landratsamtes.

Parkplatzstreit am Landratsamt

John will Parkdeck am Seebad bauen

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Starnberg – Im Streit um die erforderlichen Stellplätze für den Anbau des Landratsamtes bahnt sich ein weihnachtlicher Friede an.

Bürgermeisterin Eva John hat am Freitag im Gespräch mit dem Starnberger Merkur die generelle Bereitschaft erklärt, über dem unmittelbar benachbarten Parkplatz des Wasserparks ein Parkdeck zu bauen. „Wir werden das dem Stadtrat so empfehlen“, sagte sie. Die Arbeiten könnten – die Zustimmung der städtischen Gremien vorausgesetzt – nach Fertigstellung des künftigen Seebades beginnen.

Zwischen Stadt und Landkreis wird seit Wochen ein öffentlicher Streit um 60 Stellplätze ausgefochten. Die fordert die Stadt, wenn das Landratsamt seinen 14,8 Millionen Euro teuren Anbau errichtet. Als Grundlage diene die städtische Stellplatzsatzung, sagt die Bürgermeisterin. Landrat Karl Roth dagegen fühlt sich „auf der Zielgeraden“ einer Diskussion ausgesetzt, die vorher nie Thema gewesen sei (wir berichteten).

Der Kreistag hat vergangene Woche grünes Licht dafür gegeben, auf dem Gelände des Landratsamtes noch maximal zehn zusätzliche Stellplätze zu bauen – für mehr reicht der Platz nicht. Laut Bayerischer Bauordnung kann dann eine Ablöseregelung vereinbart werden. Rund 15 000 Euro müsste der Landkreis demnach pro fehlenden Stellplatz an die Stadt überweisen, macht in der Summe rund 750 000 Euro.

Nachdem sich Roth bereits gegenüber dem Starnberger Merkur für den Bau eines städtischen Parkdecks unter finanzieller Beteiligung des Landkreises ausgesprochen hat, sagt nun auch Eva John öffentlich: „Ich möchte am Seebad ein Parkdeck bauen.“

Ein solches Bauwerk sei bereits Bestandteil des Architektenwettbewerbs für den bisherigen Wasserpark gewesen, sei dann aber aus Kostengründen zunächst wieder verworfen worden, erklärt John. Nun sei es aber an der Zeit für diese Lösung.

Grob geschätzt geht die Bürgermeisterin von zwei Millionen Euro Kosten für ein solches Bauwerk aus. Auch wenn es rein formal keinen Zusammenhang gibt, so wären die 750 000 Euro Stellplatzablöse des Landkreises natürlich ein gehöriger Teil der Finanzierung.

Auch was die künftige Nutzung des Parkdecks anbelangt, so schlägt John versöhnliche Töne an. „Wie wir dem Landrat im persönlichen Gespräch bereits angeboten haben, können die Mitarbeiter des Landratsamtes wie bisher schon so auch zukünftig einen Teil davon nutzen“, betonte sie am Freitag. „Da werden wir eine pragmatische Lösung finden.“

Mit der Diskussion über das Parkdeck soll in der Januar-Sitzung des städtischen Bauausschuss auch die Änderung des Bebauungsplans für den Landratsamtsanbau beschlossen werden. Die neuerliche öffentliche Auslegung der Pläne endet am 30. Dezember. In dem Anbau sollen 159 Arbeitsplätze sowie diverse Besprechungs- und Technikräume entstehen.

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