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Zwei, die sich verstehen: Marlen Peix (r.) mit Karin Pfab, die noch bis Sonntag im Kunstsalon ausstellt.

Arztpraxis statt Kunstsalon

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Starnberg -  Nur noch zwei Tage – dann ist Schluss im Temporären Kunstsalon in der Josef-Jägerhuber-Straße 5. Die Räumlichkeiten im ersten Stock des historischen Anwesens sind vermietet, im neuen Jahr zieht der Starnberger Internist Dr. Georg Kurz dort mit seiner Praxis ein.

Die Künstlerin, Organisatorin, Kuratorin und „Fotowilde“ Marlen Peix sieht die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich freue mich darauf, wieder mehr Zeit für meine eigenen Projekte zu haben“, erzählt sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Aber natürlich haben ihr die acht Ausstellungen in den zurückliegenden Jahren auch eine Menge Spaß gemacht, dazu all die Kontakte zu spannenden Künstlern und interessanten Gästen.

Die Räume an der Josef-Jägerhuber-Straße haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Allein 37 Jahre lang war dort das Geschäft Art Deco untergebracht, dann dienten sie zu Wohnzwecken, bis Marlen Peix schließlich ihre Idee vom Temporären Kunstsalon abseits von Galerien und Hallen umsetzte. „Es macht einfach Spaß, etwas für die Kunst zu tun“, sagt sie – und verbindet das gleich mit einem Appell: „Es wäre schön, wenn wieder jemand vorübergehend Räume für Kunst zur Verfügung stellen würde.“ Sogar eine Scheune kann sie sich vorstellen. An Ideen für Ausstellungen mangelt es ihr nicht: „Ein- bis zweimal im Jahr würde ich das machen.“

An diesem Wochenende (geöffnet jeweils von 15 bis 18 Uhr) ist noch die Ausstellung „Bäume – mit Pinsel, Kamera und Kettensäge“ zu sehen, darunter Werke von Birgit Kramer, Karin Pfab und Johannes Hofbauer. Am Sonntag, 18 Uhr, gibt es eine Lesung „Bäume“ mit Ilse Trautmann. Eintritt frei. 

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