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So haben sie viele im Gedächtnis: Juliane Werding im Jahr 1972.

Sängerin wird heute 61

Sie macht heute in Starnberg etwas GANZ anderes: Das wurde aus Juliane Werding

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Juliane Werding feiert diesen Mittwoch ihren 61. Geburtstag. Die einstige Schlagersängerin macht heute etwas GANZ anderes - und zwar in Starnberg.

Ihre Lieder bewegten in den 70er- und 80er-Jahren Millionen. Weil sie alles andere als oberflächlich waren und dem Schlager eine Extraportion Tiefe und Menschlichkeit verliehen. „Am Tag, als Conny Kramer starb“, „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst“ und „Nacht voll Schatten“ heißen nur drei der größten Hits von Juliane Werding.

Die Songs sind vielen noch im Ohr. Aber was nicht alle Musikfans wissen, ist, dass Werding die Branche gewechselt hat. Werding, die am Mittwoch ihren 61. Geburtstag feiert, arbeitet seit Jahren als Heilpraktikerin in Starnberg.

Schon während ihrer Musikkarriere hatte sich Juliane Werding dem Heilen verschrieben. Sie hatte schon von 1989 an eine eigene Praxis in München, veröffentlichte zwischendurch als Co-Autorin auch das Buch „Mit ganzer Kraft gesund - Naturgemäße Lebensführung und ganzheitliche Heilung“. Dann entschied sich dann aber in den 90ern für Musik und Familie. Inzwischen stehen für sie Familie und Praxis im Vordergrund - die Musik ist passé.

Vor knapp zehn Jahren gab sie ihren Rückzug aus dem Showleben bekannt und widmet sich seitdem ihrer neuen Bestimmung. In einer Praxisgemeinschaft in Starnberg. Zuvor hatte sie drei Jahre lang ihr Wissen durch Fortbildungen aktualisiert, um sich auf den neuesten Stand zu bringen.

Juliane Werding in ihrer Praxis.

Werding hat zwei Kinder: Sohn Gabriel kam 1987 zur Welt, Tochter Charis Maria zwei Jahre später.

Auf ihrer Homepage ist heute zu lesen: „Juliane Werding arbeitet mittlerweile als Homöopathin. Um sich voll und ganz auf die Arbeit für die Patienten konzentrieren zu können, wird sie einstweilen keine CDs veröffentlichen und keine Tourtermine, TV-Auftritte oder Interviews wahrnehmen.“

2007 veröffentlichte sie mit ihrem damaligen Partner Uwe Birnstein das Buch „Huren, Heuchler, Heilige - Interviews mit Menschen der Bibel“. Ihr letztes Studioalbum „Ruhe vor dem Sturm“ datiert aus dem Jahr 2008. Es folgte nur noch eine Best-Of- und eine Raritäten-Platte. 

2009 warf tz.de die Frage auf, ob ein Musik-Comeback denkbar sei. „Man soll ja nie nie sagen“, lächelte die Sängerin, „wer sich einmal mit dem Virus ­Musicus infiziert hat, ist nicht heilbar.“ Bis heute ist sie wohl nicht in Versuchung geraten. So wird Juliane Werding ihren 61. Geburtstag fernab des Rampenlichts verbringen. Herzlichen Glückwunsch!

lin mit Material von tz/OTS/dpa


Das Foto stammt aus dem Jahr 2006: Juliane Werding mit Tochter Charis Maria und Partner Uwe Birnstein.

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