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Das soll sich ändern: Bilder einer überfüllten Weßlinger Hauptstraße sollen der Vergangenheit angehören. 

Weßling

So kämpft Weßling gegen den Verkehr

In Weßling drückt der Schuh an verschiedenen Stellen: Verkehrsbelastung, Geschwindigkeit und Parkplätze. Der Gemeinderat hat nun Maßnahmen beschlossen.

Weßling – Am Ende wurden es zwei, drei weniger Maßnahmen als der eigentliche Beschlussvorschlag vorsah. Doch es ging um die Sache: Der Weßlinger Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Hauptstraße beschlossen. Etwa sollen Park- und Leitschwellen angebracht werden. „Wir sind bereits mit Firmen wegen der Lieferung in Kontakt“, sagt Bürgermeister Michael Muther. „Aber es kommt auch auf das Wetter an. Wenn es im November schneit, kann man keine Markierung machen.“

Die Maßnahmen sollen erst dann umgesetzt werden, wenn auch die Umfahrung eröffnet wird. „Das geht gar nicht anders“, sagt Muther, „noch ist das eine Staatstraße – da dürfen wir nichts dran basteln.“

Etwa 23 000 Euro sollen die Maßnahmen kosten. Das Ziel: Den Verkehr auf der Hauptstraße reduzieren. „Nach wie vor ist der Verkehr dort irrsinnig stark.“ Etwa 20 000 Autos würden dort täglich durchfahren. Durch die Maßnahmen soll sich die Zahl auf etwa 8000 verringern. „Für den Schwerlastverkehr ist die Straße dann nicht mehr so attraktiv.“ An eine große Reduzierung der Pkw glaubt Muther indes nicht. „In den Morgenstunden werden es nicht viel weniger, weil sie dem Stau auf der Autobahn aus dem Weg gehen wollen.“ Die Maßnahmen verhinderten also nicht, dass Fahrer gar nicht mehr durch Weßling fahren. „Aber auch das Überholen innerorts wird damit verhindert.“

Was die Verkehrsgeschwindigkeit angeht, müssen die Weßlinger hingegen auf reduzierende Maßnahmen warten. Schilder, die an Ortseingängen auf eine freiwillige Einhaltung von 30 Stundenkilometern hinweisen, wird es vorerst nicht geben. Die Gemeinderäte stimmten neun zu neun – und lehnten den Antrag damit ab. Die rechtlichen Vorgaben für eine Tempo-30-Zone würden gerade überarbeitet, sagt Muther – das wolle die Gemeinde abwarten. Außerdem: „Es stehen am Ortseingang schon so viele Schilder herum, die niemand sieht.“ Sinnvoller seien da digitale Anzeigen mit Smileys, die nun für den Innerortsbereich angedacht werden. „Dieser Smiley führt schon zu einer Bremswirkung“, glaubt Muther. Eine solche Anschaffung kostete etwa 3500 Euro – ist aber erst für den Haushalt 2017 angedacht.

Ebenfalls zurückgestellt hat der Gemeinderat am Montag zehn angedachte Parkplätze für den Karpfenwinkel. Die Lage vor Ort soll bei einem Termin zunächst begutachtet werden. „Es geht nicht um größere Maßnahmen oder Kosten“, sagt Muther, „aber wenn man da ein Stück weiter fährt, stehen ja auch alte Autos.“ Da könne man weitere Stellen schöner machen.

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