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Kampf mit gelbem Riesen erfolgreich

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Froh über den Postkasten an der Alpenstraße am S-Bahnhof in Stockdorf sind (v.l.) Wolfgang Kuhn, Hans-Joachim Eckhardt und Brigitte Korb.  Foto: rutt
Froh über den Postkasten an der Alpenstraße am S-Bahnhof in Stockdorf sind (v.l.) Wolfgang Kuhn, Hans-Joachim Eckhardt und Brigitte Korb. Foto: rutt

Stockdorf - Aus Protest gegen den Abbau eines öffentlichen Briefkastens haben sich Stockdorfer Senioren mit der Deutschen Post angelegt - mit Erfolg. Der Konzern gab nach und montierte eine neue Einwurfbox.

„Gemeinsam sind wir stark“, dachten sich Stockdorfer Senioren. Dass sie weite Fußmärsche in Kauf nehmen sollten, um ein Schreiben zu verschicken, wollten sie sich nicht gefallen lassen. Lange Zeit waren sie den Briefkasten in der Bahnhofsunterführung gewohnt, ehe gut 200 Meter weiter eine Postfiliale an der Bahnstraße eröffnete und die Vorrichtung am Bahnhof entfernt wurde. Ende April machte dann auch noch die Filiale dicht, als Alternative blieb nur die Post-Agentur im Edeka-Markt an der Gautinger Straße.

„Das ist einen guten Kilometer vom Bahnhof weg“, erklärt Nagel. Diese Entfernung sei für viele ältere Stockdorfer eine Herausforderung. „Der Briefkasten wurde zu einem ganz großen Thema“, weiß Nagel. Darum holte er sich bereits im Frühjahr Unterstützung vom Seniorenbeirat Gauting und von Bürgermeisterin Brigitte Servatius.

Jetzt zeigten die Beschwerden Erfolg: Am Dienstag errichtete die Deutsche Post in Bahnhofsnähe an der Alpenstraße einen neuen Briefkasten, der regelmäßig entleert wird. Nach Darstellung der Post eine Selbstverständlichkeit: „Die Agentur an der Gautinger Straße ist ja ein ganz schönes Stück weg“, so Post-Sprecher Dieter Nawrath. „Nachdem der Wunsch nach einem neuen Briefkasten da war, haben wir ihn erfüllt - in der Hoffnung, dass er angenommen wird.“

Dass der Bürgerprotest auf Verständnis stieß, freut Rudolf Nagel sehr. „Das Kämpfen hat sich gelohnt“, jubelt er. „Der Briefkasten ist eine riesige Erleichterung für die älteren Herrschaften.“ Auch Hans-Joachim Eckhardt, Anwohner der Engertstraße ist begeistert. „Man sieht, dass man etwas bewirken kann, wenn man sich zusammentut.“

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