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Keine Heimlichtuerei beim Hochwasserschutz

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Der schwarze Graben in Traubing war durch die Schneeschmelze in der vergangenen Woche gut „gesättigt“. Foto: Jaksch
Der schwarze Graben in Traubing war durch die Schneeschmelze in der vergangenen Woche gut „gesättigt“. Foto: Jaksch

Traubing - Wann immer im Tutzinger Ortsteil Traubing Schmelz- und Regenwasser den Ortsbach bedrohlich anschwellen lässt, werden im Dorf Fragen nach einem wirksamen Hochwasserschutz laut.

Willi Neuner, seit Jahr und Tag bei diesem Thema engagierter Traubinger, hatte im August 2010 bei der Gemeinde Antrag auf Akteneinsicht gestellt, was aber abgelehnt wurde. Rathauschef Stephan Wanner hat nun erklärt, dass es die geforderte "umfassende Akteneinsicht für Bürger" nicht gebe, dies ergebe sich aus der Geschäftsordnung für die Gemeinde Tutzing. Die Ablehnung der Akteneinsicht beim Thema Hochwasserschutz habe deshalb mit „Heimlichtuerei“ nichts zu tun, entgegnete Wanner den im November vorgebrachten Anwürfen Neuners.

Es verbiete sich „zum jetzigen Verfahrensstadium“, so Wanner weiter, „an die Öffentlichkeit zu treten“. Ein Entwurf des Hochwasserschutzkonzepts liege derzeit zur Prüfung vor. Da für die „zu diskutierenden Optionen für Rückhaltebecken fremder Grundbesitz in Anspruch genommen werden muss“, sei es „ein Akt der Höflichkeit“, zuerst mit den betreffenden Eigen-tümern über deren „Mitwirkungsangebote“ zu reden, „bevor derartige Informationen an Dritte weitergegeben werden können“. Substantielle Informationen würden bis Februar 2011 erfolgen, kündigt der Bürgermeister an.

In Traubing umlaufende Gerüchte, wonach seit dem Hochwasser 2010 eine Zivilklage gegen die Gemeinde anhängig sein soll - sie soll nicht rechtzeitig für das Freilegen verstopfter Gullis gesorgt haben -, wies die Verwaltung inzwischen zurück.

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