Die Siegerin und die stolzen Eltern: Kira Weidle fuhr unter den Augen ihrer Eltern Günther und Martina in Altenmarkt/Zauchensee zu ihrem ersten Europacuperfolg. foto: Kornatz

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Kira Weidle feiert ersten Europacupsieg

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Starnberg - Der Knoten ist geplatzt: Kira Weidle feierte am Freitag ihren ersten Sieg im Europacup. Die Starnbergerin gewann das dritte Abfahrtsrennen in Zauchensee.

Irgendwie schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Kira Weidle bei einem Europacuprennen erstmals ganz oben auf dem Stockerl stehen würde. Am vergangenen Wochenende gab sie in Altenmarkt/Zauchensee (Österreich) ihr Debüt im Weltcup, wo sie in Abfahrt und Super G einen starken Eindruck hinterließ (wir berichteten). Das gab ihr offenbar einen Extra-Motivationsschub für die folgenden Europacuprennen an gleicher Stelle. Zunächst fuhr sie am Donnerstagvormittag beim ersten von drei Abfahrtsrennen auf Rang vier, am Nachmittag stand sie dann als Zweite zum ersten Mal in ihrer Rennkarriere auf dem Siegerpodest, und am Freitag platzte der Knoten endgültig: Anstelle des zunächst geplanten Super G war ein dritter Abfahrtslauf ins Programm genommen worden. Kira Weidle ging mit Startnummer fünf ins Rennen und setzte mit 1:09,72 min eine Bestzeit, die keine der noch 63 folgenden Athletinnen unterbieten konnte. Der erste Sieg im Europacup war unter Dach und Fach, Weidle gewann eine Viertelsekunde vor der Schweizerin Joana Hählen. Außerdem führt die Starnbergerin nun deutlich die Abfahrts-Disziplinwertung im Europacup an.

„Das ist schon ein super Gefühl“, sagte Weidle nach ihrem Triumpf. „Nach den starken Ergebnissen vom Donnerstag bin ich heute ganz entspannt an den Start gegangen“, erzählte die 19-Jährige. Sie wusste aber auch, dass sie noch zulegen kann. Denn gerade im oberen, flachen Teil der Strecke hatte sie am Donnerstag einige Zeit liegen lassen, obwohl ihr eigentlich gerade die Gleitpassagen liegen. Und tatsächlich konnte sie die Tipps ihrer Trainer optimal umsetzen und so ihren ersten Europacupsieg feiern.

Die Erfolgswelle, auf der Weidle momentan reitet, scheint auch die jüngeren Rennläufer des SC Starnberg anzuspornen. „Sie ist natürlich ein tolles Vorbild für unsere jungen Athleten“, sagt Matthias Pohlus, Weidles langjähriger Heimtrainer. An diesem Wochenende findet in Kaltenbach ein DSV Schülercup U16 statt. Dort starten am Samstag, Sonntag und Montag die besten deutschen Buben und Mädchen der Jahrgänge 2000 und 2001. Unter den insgesamt 90 Startern stellt der SC Starnberg knapp zehn Prozent. Elf Athleten vom Skiverband München (SVM) haben sich für die Rennen im Hochzillertal qualifiziert, sieben davon kommen vom SCS: Ole Schmetzer, Florian Fischer, Nora Brand, Leonie Flötgen, Lisa-Marie Loipetssperger, Viola Seifried und Lucy Margreiter, die allerdings wegen einer Grippe nicht teilnehmen kann. „Es ist für uns vor allem schön zu sehen, dass Kira Weidle keine Eintagsfliege ist und wir einige junge Fahrer haben, die eine ähnliche Karriere machen können“, sagt SCS-Sportwart Pohlus.

Wie dominant die Starnberger Nachwuchsfahrer im Skiverband München sind, zeigen die jüngsten Rennergebnisse. Beim „extrem stark besetzten“ (Pohlus) Schüler-Hexal-Cup, an dem die besten Talente aus dem SVM und dem SV Oberland teilnahmen, räumten die Starnberger fast alles ab. Im Slalom der Mädchen siegte Lisa Marie Loipetsperger vor Nora Brand, Leonie Flötgen wurde unter den über 100 Startern Vierte, Lucy Margreiter Siebte und Pauline Fischer, die zudem Beste in der U14 war, Gesamtachte. Bei den Buben (knapp 200 Teilnehmer) fuhr Ole Schmetzer auf Rang zwei, Jamie Orrell belegte den 13. Platz (2. der U14).

Noch besser lief es im Riesenslalom. Pauline Fischer gewann auch da die U14-Wertung, bei der U16 bevölkerten ausschließlich Starnberger Mädchen das Siegerpodest: Nora Brand gewann vor Leonie Flötgen und Lisa Marie Loipetssperger, zudem landeten Viola Seifried und Lucy Margreiter auf den Rängen fünf und sieben. In der männlichen U14 triumphierte Jamie Orrell, in der U16 belegte Florian Fischer Rang zwei, Ole Schmetzer kam auf den 5. Platz.

Vielleicht taucht einer dieser Namen in ein paar Jahren ja auch einmal im Weltcupzirkus auf. So wie am kommenden Mittwoch wieder der von Kira Weidle. Die junge Starnbergerin darf in Cortina d’Ampezzo die Abfahrt bestreiten. Doch zunächst fährt sie am Montag noch den Europacup-Riesenslalom in Goestling-Hochkar/Österreich.

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