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Stolze Mama: Martina Weidle freut sich mit ihrer Tochter Kira über die Topplatzierung. Immer dabei: Maskottchen „Zauchi“, die Stoffkuh. 

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Mama Weidle erlebt Himmel und Hölle

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Starnberg - Erst der Sturz ihrer Tochter am Samstag in der Abfahrt, dann Platz 17 am Sonntag im Super G. Kira Weidles Mutter Martina erlebt beim Weltcup in Garmisch Himmel und Hölle.

Die einzelnen Streckenabschnitte auf der Kandahar haben teils einprägsame Namen. Da gibt es zum Beispiel das „Himmelreich“, und kurz darauf rasen die Skirennläufer durch die „Hölle“. Genauso musste sich am Wochenende auch Martina Weidle gefühlt haben: zwischen Himmel und Hölle – nur in umgekehrter Reihenfolge.

Am Samstag hatte die Mutter von Kira

Weidle eine Schrecksekunde zu überstehen. Ihre 20-jährige Tochter war in der Abfahrt flott unterwegs, sehr flott sogar. Kurz vor dem Tauberschuss vielleicht etwas zu flott, denn auf einmal verlor die Rennläuferin vom SC Starnberg bei einer Geschwindigkeit an die 100 km/h die Kontrolle und stürzte. „Ich hab’ das gar nicht richtig gesehen“, sagte Martina Weidle, „aber erschrocken bin ich dann doch ein bisschen.“ Als ihre Tochter gleich wieder aufstand und unverletzt in den Zielbereich fuhr, konnte sie jedoch aufatmen. „Da ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen“, gab sie zu.

Ihr Mann Günther ging mit dem Malheur seine Tochter ganz professionell um. „Meine Frau war fix und fertig. Aber ich bin da relativ gelassen“, sagte Kiras Vater. „Ich leide oft mit den anderen mehr mit.“ Die Begründung ist für ihn so simpel wie logisch: „Ich weiß einfach, wie stark und fit Kira ist. Sie hat konditionell enorm zugelegt.“

Das bewies die Tochter einen Tag später im Super G. Den Sturz vom Samstag hatte die 20-Jährige offenbar auch mental komplett verarbeitet. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie am Sonntag mit Rang 17 ihr bestes Weltcup-Resultat feierte. „Einfach nur geil“, jubelte ihr Bruder Luis. Und auch Mama Martina strahlte über beide Ohren: „Das könnte der Durchbruch für Kira gewesen sein, vielleicht ist der Knoten jetzt endgültig geplatzt.“ 

Sprach’s und machte sich auf in die König Ludwig Hütte zum Feiern mit der Tochter und den Starnberger Fans. Natürlich mit Maskottchen „Zauchi“ auf den Schultern. Die Stoffkuh hatten die Eltern bei Kiras erstem Europacupsieg vor gut einem Jahr in Zauchensee gekauft, seitdem ist „Zauchi“ bei jedem Rennen mit dabei.

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