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Fans und Familie waren auch in St. Moritz dabei und feuerten Kira Weidle an: v.l. Opa Eckart, Vater Günther, Mama Martina und Bruder Luis. 

Ski alpin

Kira Weidles WM-Bilanz

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Kira Weidle hat ihre erste Ski-Weltmeisterschaft hinter sich. Als nächste peilt die 20-jährige Starnbergerin bei der Junioren-WM in Åre eine Medaille an.

Starnberg– Kira Weidle reiste am Sonntagabend nach der Abfahrt, bei der sie auf Rang 29 landete, aus St. Moritz ab. Am Montagvormittag erreichten wir sie in Starnberg, ehe sie weiter zu den FIS-Rennen nach St. Lambrecht (Steiermark) fuhr. Ihre persönliche WM-Bilanz.

-Hallo Kira, wie bewerten Sie im Nachhinein Ihre erste WM-Teilnahme?

Das war richtig cool. Hier dabei gewesen zu sein, war eine Megachance für mich. Die Erfahrungen, die ich in St. Moritz gesammelt habe, kann mir keiner mehr nehmen.

-Welche Erfahrungen beispielsweise? Ist eine WM tatsächlich so unterschiedlich im Vergleich zum Weltcup?

Eigentlich nicht. Was die Rennen angeht, ist alles wie im Weltcup. Aber das Drumherum ist schon eine ganz andere Nummer. Vor dem Start war ich nicht nervöser als sonst. Aber das ist ja auch klar, weil es bei mir ja nicht um so viel ging. Wenn man Medaillenchancen hat, ist das sicherlich anders.

-Wie beurteilen Sie Ihr sportliches Abschneiden mit Platz 31 im Super G und Rang 29 in der Abfahrt?

Da bin ich nicht ganz zufrieden. Teilweise wäre schon mehr drin gewesen. Bei jedem Rennen war etwas Positives dabei, aber letzten Endes fehlte immer ein bisschen. Von den Platzierungen wurde nicht viel mehr erwartet, da bin ich eigentlich in meiner diesjährigen Liga gefahren.

-Wie beurteilen Sie die Strecke auf der Corviglia im Vergleich zu den Weltcup-Abfahrten?

Da war von oben bis unten alles drin. Viele Sprünge und vor allem im Mittelteil sehr viele Wellen. Damit bin ich nicht so zurecht gekommen. Im unteren Teil der Strecke war ich immer ganz gut dabei.

-Bei der Kombination wurden Sie ja nach dem Slalom wegen einer zu hohen Bindungsplatte disqualifiziert. Da hätten Sie mit Rang 23 Ihr bestes WM-Ergebnis erzielt.

Ja, das war sehr ärgerlich. An einem Ski war die Bindungsplatte um 0,2 Millimeter zu hoch. Das kann schon mal vorkommen, wenn nur eine Schraube nicht richtig angezogen ist. Dem Servicemann, der dafür verantwortlich war, wurde schon deutlich gesagt, dass das nicht mehr passieren sollte. Aber das war natürlich keine Absicht.

-Wie waren Sie in St. Moritz untergebracht?

Wir, das heißt die gesamte DSV-Mannschaft, haben im Cresta Palace in Celerina gewohnt. Das war ein sehr nettes Hotel, alle haben sich sehr um uns bemüht.

-Was nehmen Sie nun von Ihrer ersten Erwachsenen-WM mit?

Das pusht natürlich für die nächsten Wochen. Diese Woche fahre ich zwei FIS-Rennen in St. Lambrecht. Kommende Woche stehen die Europacup-Rennen in Crans Montana an, und dann geht es auch schon zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Åre.

-Wo Sie gerne eine Medaille mit nach Hause bringen wollen.

Ja, das ist mein Ziel bei meiner letzten Junioren-WM. Ich habe ja jetzt in St. Moritz gesehen, dass ich mit den Konkurrentinnen aus meinem Jahrgang voll mithalten kann. Da gibt es keine, die alle anderen überragt. Aber um eine Medaille zu holen, muss natürlich alles passen.

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