Kirchengemeinde liebäugelt mit neuer Orgel

Gilching - Die evangelische Kirchengemeinde in Gilching hat eine Vision. Weil es die alte nicht mehr tut, soll über eine neue Kirchenorgel nachgedacht werden.

Das letzte Mal habe man sich im November 2004 getroffen, eröffnete Christa Häser gestern die Mitgliederversammlung im evangelischen Pfarrsaal St. Johannes.

Schwerpunktthema war der Wunsch nach einer neuen Orgel. „Die Überlegungen gibt es schon lange“, erklärte Häser. Bevor jedoch über konkrete Pläne gesprochen werde, wolle man ein erstes Stimmungsbild bei den Mitgliedern einholen. Fürsprecherin für ein neues Instrument war Miriam Siegl, Kantorin und Organistin. Sie malte in den schönsten Farben aus, welche musikalische Bandbreite durch ein gutes Instrument möglich wäre.

Die alte Oberlinger-Orgel ist Baujahr 1973 und wurde seinerzeit auf den Minimalbedarf ausgerichtet, erklärte Miriam Siegl. „Das entspricht nicht mehr dem Niveau des heutigen Kirchenchors.“ Dieser zählt mittlerweile rund 50 Sänger. Dazu gibt es noch den Gospelchor mit 30 und den Seniorenchor mit 25 Mitgliedern. Den Preis für ein neues Instrument gab Siegl mit rund 220 000 Euro an. Sollte sich die Kirchengemeinde gegen die Anschaffung entscheiden, müsse die alte Orgel saniert werden. Geschätzte Kosten: 6000 bis 11 000 Euro. Da keine Zuschüsse zu erwarten sind, will der 2007 gegründete Förderkreis Kirchenmusik kräftig dabei helfen, über Benefizkonzerte und Spenden die finanzielle Seite zu regeln.

In der anschließenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile aufgezählt. Unter anderem schreckte auch der lange Zeitraum bis zur Verwirklichung. „Wer weiß, ob wir bis dahin unsere Finger noch bewegen können“, meinte ein Mitglied. Siegl rechnet mit zehn Jahren und zeigte sich durchaus optimistisch, was die Spendenfreudigkeit der Gilchinger angeht.

Obwohl auf eine Abstimmung verzichtet wurde, ging der Trend der 40 anwesenden Mitglieder dennoch in Richtung neue Orgel. Häser: „Das war jetzt nur ein Stimmungsbild. Wir besprechen im Vorstand, wie wir weitermachen.“

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