Feldafing 1:1000: Bauamtsleiterin Angelika Dinger und Bürgermeister Bernhard Sontheim zeigen das Modell, das die Gemeinde zwischen See und Bahngleis abbildet. Noch steht es im Keller des Kindergartens.
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Feldafing 1:1000: Bauamtsleiterin Angelika Dinger und Bürgermeister Bernhard Sontheim zeigen das Modell, das die Gemeinde zwischen See und Bahngleis abbildet. Noch steht es im Keller des Kindergartens.

Derzeit steht es noch im Kindergarten-Keller

Klein-Feldafing: Modell zeigt viele interessante Details über den Ort

Die Gemeinde im Kleinformat findet man in Feldafing im Keller des Kindergartens. Das Modell mit dem Maßstab 1:1000 zeigt unter anderem, wie viele Höhenunterschiede es im Ort eigentlich gibt.

Feldafing – Auf einer Fläche von 1,50 mal 3,60 Meter wird klar: Feldafing ist sehr hügelig, und die Bachläufe im Gemeindegebiet ziehen tiefe Gräben in die Flur. Das ist auf dem Modell zu sehen, das mit einem Maßstab von 1:1000 die Wirklichkeit abbildet.

Das Modell zeigt nicht ganz Feldafing, sondern vor allem die Fläche zwischen Bahngleis und See inklusive Roseninsel. „Das ist unsere Entwicklungsfläche“, sagt Bürgermeister Bernhard Sontheim. „Die Ortsmitte und das alte Klinikareal im Norden der Gemeinde und das Bundeswehrgelände im Süden.“ Letzteres ist ja bekanntlich durch den Rückzug der Bundeswehr von ihren Rückzugsplänen nun keine Entwicklungsfläche mehr. Im Juni, so sagte Sontheim auf Anfrage bei der Präsentation des Modells, wolle das Verteidigungsministerium eine endgültige Entscheidung treffen, ob Feldafing nicht doch etwas von den Bundeswehrflächen haben kann. Das habe Bundestagsmitglied Michael Kießling (CSU) mitgeteilt.

Übrigens: Das Bundeswehrgelände lässt sich aus dem Modell entfernen, falls etwas Neues an dieser Stelle geschaffen werden sollte, das gilt auch für das alte Klinik-Gelände am Dr.-Appelhans-Weg. Die alte Klinik steht zwar noch, aber vermutlich nicht mehr lange. Was dort neu hinkommt, kann problemlos integriert werden. Auch die Flächen im Westen und Garatshausen könnte man anbauen.

Das wichtigste Entwicklungsgebiet: Über das alte Klinikgelände – im Modell ohne den Altbau – wird in der Gemeinde viel diskutiert. 

Das Modell kostete 47 000 Euro, wurde aber von der Regierung von Oberbayern gefördert, wie Bauamtsleiterin Angelika Dinger sagt. „Der Modellbauer hat uns geraten, eher den See mehr abzubilden, damit die Beziehung zum See deutlich wird.“ Um die Höhenunterschiede deutlich zu machen, habe die Gemeinde den Modellbauer gebeten, die Begrünung wegzulassen. So hat nur das Bundeswehrgelände stilisierte Bäume. Auf der übrigen Fläche wirkt Feldafing ohne Grün dazwischen extrem weitläufig.

Übersehen hat der Modellbauer die Thomas-Mann-Villa Villino neben dem neuen Benedictus-Krankenhaus. „Die soll er noch nachreichen“, findet Sontheim. In direkter Nachbarschaft, in den Sturmblockhäusern, sollte das Modell ursprünglich im Foyer des Gebäudes aufgestellt werden, wo das Displaced-Persons-Gemälde ist und das Gemeindearchiv hinkommen sollte. Vielleicht wird es ja noch was, Sontheim will die Hoffnung nicht aufgeben. Ansonsten werde sich ein Platz für das Modell finden, wo die Bürger ohne Voranmeldung hinkommen können, verspricht er. Aktuell steht es im Keller des Kindergartens.

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