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Sprechstunden für Herz und Psyche bietet Dr. Markus Beer am Klinikum Starnberg an.

Neues Gesprächsforum 

Wenn das Herz die Psyche krank macht

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Starnberg - Das Klinikum Starnberg bietet ab sofort ein neues Gesprächsforum für Herzpatienten an. Unter dem Thema „Herz und Psyche“ sollen vor allem Ängste abgebaut und Depressionen vorgebeugt werden.

Herzinfarktpatient Max Mustermann hat alles gut überstanden. Drei Stents wurden ihm gesetzt, die OP ist perfekt verlaufen, nach wenigen Tagen ist er schon wieder so weit, dass er das Krankenhaus verlassen kann. Alles gut, also? Ja, bis nach ein paar Wochen all’ die Fragen und Ängste auftauchen.

Wird mit den Stents alles auf Dauer gut verlaufen? Was, wenn an anderer Stelle eine Arterie verstopft ist? Werde ich es wieder rechtzeitig in die Klinik schaffen? Kann ich im Job überhaupt noch meine Leistung bringen? Wie belastbar bin ich eigentlich noch? Fragen, die sich viele Herzpatienten stellen. Jeder vierte aber findet keine Antwort, rutscht in Ängste und Depressionen ab. Ihnen will das Klinikum Starnberg nun besser helfen.

„Infarktpatienten dürfen heute schon nach zwei bis drei Tagen wieder nach Hause“, erklärt Dr. Markus Beer, Leitender Arzt Konservative Kardiologie. „In dieser Zeit kann man aber nicht alles in den Griff kriegen.“ Der Fokus liege zunächst auf der schnellen Gesundung, weitergehende Fragen würden in dieser kurzen Zeit meist ausgeblendet. Zudem kämen viele Fragen und Ängste erst in der Alltagsbelastung hoch.

Psychokardiologie nennen die Experten das Phänomen, das die Wechselwirkung zwischen Herz und Psyche beschreibt. Herzschwäche kann zu Depressionen führen, Stress kann die Ursache für Herzkrankheiten sein – die Zusammenhänge sind groß.

Genau hier will Beer mit seinem neuen Angebot ansetzen. Ab sofort steht er zweimal in der Woche – montags und mittwochs jeweils von 15.30 bis 16.30 Uhr – in der Gesundheitsakademie des Klinikums für halbstündige Gespräche zur Verfügung. Die Zielgruppe umfasst Herzpatienten nach einer OP genauso wie Menschen, die eine Herz-OP vor sich haben oder die generell an einer Herzkrankheit leiden. Auch deren Angehörige sind angesprochen.

„Ich will die Menschen abholen“, sagt der 52 Jahre alte Kardiologe. „Ich will ihnen erklären, dass sie Ängste haben dürfen, und Anlaufstellen anbieten, wo sie sich Hilfe holen können.“ Das kann der Weg zu einer Selbsthilfegruppe sein, aber auch die Empfehlung, einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Der Chefarzt der Medizinischen Klinik, Professor Peter Trenkwalder, sieht in dem neuen Angebot denn auch eine „Lotsenfunktion für den Patienten“. Dabei handele es sich nicht um eine klassische Kardiologie-Sprechstunde und auch nicht um eine psychotherapeutische Sitzung, ergänzt Beer.

Besonders im Fokus stehen Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung, die meist durch Arteriosklerose hervorgerufen wird. Aber auch Menschen mit einer Herzrhythmusstörung, Träger von Defibrillatoren und Patienten mit Herzschwäche gehörten zur Zielgruppe. „Der Gesprächsbedarf ist sehr hoch“, hat Chefarzt Trenkwalder festgestellt. Beer fasst es so zusammen: „Die umfassende Informationen für Ihr Herz und Ihre Psyche können die Lebensqualität verbessern.“

Das neue Angebot „Herz und Psyche“ ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und wird von der Gesundheitsakademie am Klinikum Starnberg kostenlos angeboten. Anmeldungen für einen Termin mit Kariologe Dr. Markus Beer sind unter z (0 81 51) 18 29 61 möglich (montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr).

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