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Das Team des Herzkatheterlabors am Klinikum Starnberg mit ihrem Leiter, Professor Dr. Florian Krötz (l.). 

Klinikum Starnberg

Wenn die Herzklappe leckt

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Seit einem Jahr werden im Katheterlabor des Klinikums Starnberg minimalinvasive Eingriffe vorgenommen. Eine Erfolgsgeschichte. 

Starnberg– Für 25 Patienten der Medizinischen Klinik am Kreiskrankenhaus Starnberg hat das Leben im vergangenen Jahr wieder an Qualität gewonnen. Es sind ältere Männer und Frauen, die teilweise jahrelang an den Folgen eines Herzklappenfehlers litten. Wenn die Klappe undicht ist (zum Beispiel durch Herzerweiterung, rheumatische Ursachen oder als Alterserscheinung), kann Blut zurück in die Lunge fließen. Das führt zu Atembeschwerden und Atemnot, Leistungsschwäche, Wassereinlagerungen in Lungen- und/oder Beingewebe und Herzrhythmusstörungen gelangen. Eine klassische Operation am offenen Herzen war für diese Patienten nicht in Frage gekommen – wegen ihres Alters, ihrer gesundheitlichen Konstitution und wegen der Risiken während des Genesungsprozesses. Ihnen ist die undichte Herzklappe in einem so genannten minimalinvasiven Eingriff repariert worden – mit einem MitraClip.

Das vor fünf Jahren im Klinikum Starnberg in Betrieb genommene Herzkatheterlabor hat sich auf das Mitralclipping spezialisiert. Eine, wenn man so will, unblutige Methode, defekte Herzklappen zu behandeln mit für den Patienten nahezu stressfreien Begleitumständen. Diese Methode wird seit zehn Jahren praktiziert. Seit einem Jahr auch in Starnberg. Das hiesige Klinikum ist eines von sieben Krankenhäusern in Oberbayern, die den umfangreichen Kriterienkatalog erfüllt, Mitralklappen minimalinvasiv zu korrigieren. Die sechs anderen Kliniken stehen in München.

Bei dieser Methode wird durch eine Vene, etwa im Bein, ein technisch hochkomplizierter Katheter in die Herzvene und durch die Herzscheidewand in den Vorhof der linken Herzkammer geführt. Das Ärzteteam positioniert den MitraClip, eine Art Klammer, an die defekte Stelle der Klappensegel. Dadurch wird der Blutrückfluss in die Lunge gestoppt. So lange der Clip noch an der Spitze des Katheters hängt, kann er hin- und hergerückt werden, bis er an der richtigen Stelle sitzt. So kann ein Eingriff auch mal mehrere Stunden dauern. Denn die Herzspezialisten arbeiten in völliger Dunkelheit im schlagenden Organ – nur unterstützt durch Ultraschallbeobachtung. Die Patienten werden durch eine meist leichte Vollnarkose ruhig gestellt.

Im Herzkatheterlabor des Klinikums Starnberg werden insgesamt mittlerweile mehr als 2000 Eingriffe vorgenommen – eine der größten Kardiologien in Oberbayern.

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