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Beim Feuerwehrhaus in Oberalting pflanzten die Akademie-Teilnehmer Bäume.

Plant for the Planet

Die Alten lernen von den Jungen

Seefeld - Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahre haben an einer Akademie der Jugendinitiative "Plant for the planet" teilgenommen. Sie pflanzten dort auch Bäume.  

An den Spaten am Eingang klebte noch Erde. Auf den Plakaten an Hechendorfs Bürgerstadl stand „Stop talking, start planting“. Übersetzt also „Hört auf zu reden, fangt an zu pflanzen“. Am Samstag nahmen 29 Schüler zwischen 8 und 14 Jahren den Aufruf wörtlich und pflanzten im Rahmen der Akademie der Kinder- und Jugendinitiative „Plant for the Planet“ neben dem Feuerwehrhaus in Oberalting zwei Eichen, einen Walnuss- und zwei Apfelbäume. Vorher und nachher wurde der Nachwuchs in Hechendorf spielerisch zum Umweltbotschafter ausgebildet. Tatkräftig packten die Teenager an und präsentierten am Ende des Tages ihren Eltern einen Maßnahmenkatalog für Aktionen im Sinne einer sauberen, intakten Umwelt, der sich sehen lassen kann.

Die Initiative eingeladen hatte die Lokale Agenda 21 Seefeld. „Dabei unterstützte uns die Gemeinde und mehrere Sponsoren“, sagte Helma Bock-Müller von der Agenda. In Vorträgen lernte und in Spielen begriff die neue Generation Naturschützer mehr über den Treibhauseffekt oder den Klimawandel, diskutierte mit den Moderatoren der Initiative unter anderem über Verteilungsgerechtigkeit der Güter und den Pro-Kopf-CO2-Ausstoß – und staunten nicht schlecht, dass ein Baum täglich im Schnitt zwei Kilogramm CO2 verarbeitet. Aufgeweckte Fragen – zum Beispiel ob Nadelhölzer weniger als Laubbäume verarbeiten – überraschten nicht nur Biologin Miriam Hansbauer. Das ist tatsächlich so, weil die Grünfläche der Nadeln geringer ist als beim Laub.

Sofort klar war, dass viele Bäume gut für die Umwelt sind. Warum also nicht einfach das Naheliegende tun und viele Bäume pflanzen? Auch die Erwachsenen? Aber wie überzeugt man sie? In Workshops suchten die Kinder umsetzbare Ideen zu Fragen wie diesen. „Infostände“ notierte Nils auf ein riesiges Blatt. Oder durch die Medien. „Die kann man anrufen“, beschloss Benno und malte das in großen Buchstaben auf sein Poster. Auch sollten die Kinder eine Pflanzaktion organisieren. „Dafür muss man Geld sammeln“, wusste Tobi. Jasper protokollierte: „Spenden sammeln für Maschinen und Bäume.“ Das hatten sie bei ihrer Pflanzaktion gesehen, als der Bauhof mit einem Bagger die Löcher grub. Den Rest durften die Kinder selber machen, halfen beim Hineinwuchten der Pflanzen und verfestigten mit ihren Füßen die Erde. In einem Vortrag der jungen Naturschützer lernte am Ende so mancher Erwachsene noch dazu. Etwa, dass Afrika 1,5 t mehr CO2 ausstoßen dürfte, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu reduzieren. Die Europäer müssten den Ausstoß um 8,5 t drosseln.

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