+
Ein Sieg zum Auftakt: Herrschings Volleyballer feierten im ersten Bundesligamatch einen 3:0-Heimerfolg über Königs Wusterhausen.

Volleyball

Ein königlicher Saisonstart

Herrsching - Einen Auftakt nach Maß feierte der TSV Herrsching in der Volleyball-Bundesliga. Das Team fertigte die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:0 ab.

Für ein paar Minuten grüßten die Volleyballer des TSV Herrsching sogar von der Tabellenspitze der 1. Bundesliga, ehe der VfB Friedrichshafen dank eines noch deutlicheren Erfolges gegen Rottenburg noch vorbeizog. Doch damit beschäftigt sich am Ammersee derzeit niemand. Viel wichtiger war der gelungene Saisonstart am Samstag, an dem es einen glatten 3:0-Heimsieg über die Netzhoppers Königs Wusterhausen gab. „Natürlich bin ich zufrieden“, freute sich Trainer Max Hauser nach der 73-Minuten-Nummer. „Wir haben wenig Fehler gemacht.“ 

Von Beginn an machte der selbst ernannte Geilste Club der Welt klar, dass es an diesem Abend nur einen Sieger geben würde. Es gelang einfach alles: im Angriff (Quote 66 Prozent) und auch bei der Annahme (56 Prozent). Zudem stand neunmal der Block goldrichtig. Ein starkes Debüt lieferten die beiden Neuzugänge Aleksandar Milovancevic (zehn Punkte) und Tom Strohbach (elf) ab. Nur bei der anschließenden Dopingkontrolle brauchte der 24-jährige deutsche Nationalspieler einige Anlaufzeit. Eine eiligst gereichte Flasche Radler brachte schließlich den gewünschten Erfolg. 

Mit dem Auftakt war auch Strohbach zufrieden. „Vielleicht haben wir ein paar Asse zu viel kassiert.“ Aber dieser Makel war an dem fast perfekten Abend sicherlich zu verschmerzen. Auch Milovancevic, der in seiner Vita bereits Meistertitel in Serbien und Zypern stehen hat, fügte sich nahtlos ins GCDW-Team ein, als wäre er schon seit Jahren ein fester Bestandteil. Seine knallharten Sprungaufschläge, die an den nach Friedrichshafen abgewanderten Daniel Malescha erinnerten, fanden präzise den Weg ins gegnerische Feld. 

Überhaupt war Hauser mit den Aufschlägen seines Teams sehr zufrieden. Mit der Folge, dass die Netzhoppers immer wieder aus einer schlechten Annahme spielen mussten. Vor allem Herrschings Libero Ferdinand Tille konnte in dieser Disziplin (91 Prozent) überzeugen. 

Herrsching startet in die neue Spielzeit: Bilder vom Saisonauftakt

Zum besten Spieler der Partie wurde Patrick Steuerwald gewählt. Der Herrschinger Zuspieler hatte die Medaille aber auch mehr als verdient. Mit seinen variantenreichen Vorlagen bediente er immer wieder im Wechsel Strohbach, Milovancevic sowie Julius Höfer, der auf der Diagonalposition den verletzten Matt Tarantino vertrat. Aber auch über die Mitte wurde gepunktet. Peter Ondrovic und Roy Friedrich steuerten sieben bzw. fünf Punkte bei. Die 1000 Zuschauer in der Nikolaushalle klatschten vor Begeisterung. Und doch sah Hauser beim Publikum wie bei seinem Team auch noch Steigerungsbedarf. Die Gäste konnten sich nie entfalten. In allen drei Sätzen zog Herrsching jeweils schnell davon, sukzessive wurde der Vorsprung ausgebaut. Nach 73 Minuten tütete Milovancevic mit einem knallharten Schmetterball den ersten Saisonsieg für Herrsching ein. In dieser Woche geht’s für den GCDW auf Reisen: Am Mittwoch steht das Pokalspiel beim Drittligisten Aachen an, am Samstag dann das Südderby beim TV Rottenburg.

Von Dirk Schiffner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kinderlos in der Welt der Mütter
Felicitas Darschin hat einen Film über das Schicksal berufstätiger Familienfrauen gedreht. Die Regisseurin kann man beim Werkstattgespräch im Rahmen des Fünf Seen …
Kinderlos in der Welt der Mütter
Mit 2 Promille Unfall verursacht
Mit fast 2 Promille Alkohol im Blut hat eine 74-jährige Gautingerin am Donnerstagabend einen Unfall verursacht. Sie und ihr Unfallgegner kamen leicht verletzt ins …
Mit 2 Promille Unfall verursacht
Hochbauphase kurz vor dem Start
Nach ungewöhnlich langem Ringen um das Baurecht und Zeit der Planung steht beim Neubau des Benedictus-Krankenhauses in Feldafing der Start in die Hochbauphase …
Hochbauphase kurz vor dem Start
Ein Beruf als Berufung
In der Mittelschule Starnberg hat Landrat Kral Roth Lehrer geehrt, die ein Dienstjubiläum feiern können.
Ein Beruf als Berufung

Kommentare