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Aus dem ehemaligen Weßlinger Bürgermeister Michael Muther wird Altbürgermeister Muther

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Von: Florian Ladurner

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Weßling Bürgermeister
Weßlings ehemaliger Bürgermeister Michael Muther wurde von seinem Nachfolger zum Altbürgermeister ernannt. © Michèle Kirner

Weßling -  Unlängst wurde Weßlings ehemaliger Bürgermeister Michael Muther (67) zum Altbürgermeister gekürt. Mit einem Festakt im Schützenheim für den Weßlinger, den sein Nachfolger Bürgermeister Michael Sturm vergangene Woche mit „pragmatisch, praktisch und lösungsorientiert“ charakterisierte.

32 Jahre lang war der sechsfache Vater und neuerdings Großvater im Rathaus tätig. Seit 1988 zunächst als Kämmerer, von 2008 bis 2020 als Bürgermeister. Ein Wechsel, der ihm einiges abverlangt habe, wie Sturm erzählte. Habe Muther zuvor bei Ausgaben noch mahnend den Zeigefinger gehoben, habe er sich als Chef im Rathaus plötzlich für größere Investitionen einsetzen müssen, sagte Sturm und führte den Bau des Feuerwehrhauses, das Vereinshaus des Sportclubs, die Renaturierung des Aubachtals und die Kinderbetreuung an. „Und selbst wenn er ursprünglich dagegen argumentiert hatte, beugte er sich dem Willen seiner Bürger“, sagte Sturm mit Verweis auf die Umfahrung, die ein Bürgerentscheid angeschoben hatte und für deren Umsetzung und Finanzierung Muther sich fortan einsetzte.

Muthers Sprüche haben sich auch in das Gehirn von Altlandrat Karl Roth eingebrannt. „Nicht ärgern, nur wundern“, zitierte er in seiner Rede den Mann, der „im Kreistag immer ganz hinten saß und mit seinen pragmatischen Wortmeldungen die Lacher auf seiner Seite hatte“. Fast schon legendär war Muthers Analyse der eigenen Partei, der Freien Wähler Weßling, an die sich sein Nachfolger und Parteifreund erinnerte: „Ich brauche keine Opposition, ich habe ja meine eigene dabei.“ Umrahmt von Ehemaligen aus dem Landkreisverfolgte der Geehrte schmunzelnd und offensichtlich gerührt die Redebeiträge. Ihm gegenüber saßen die Altbürgermeister von Gauting und Berg, Brigitte Servatius und Rupert Monn. Ebenfalls gekommen waren Landrat Stefan Frey, Weßlings langjähriger Pfarrer Anton Brandstetter und dessen Nachfolger Thomas Ruf.

„Der Mensch stand bei ihm immer im Vordergrund“, betonte Sturm. Auch dann noch, als Muthers Frau Renate im Dezember 2016 schwer erkrankte. „Respekt, wie du das gewuppt hast“, lobte Sturm seinen Vorgänger, und Applaus brandete auf. Muther stellte seinerzeit einen Pfleger ein und schaffte den Spagat zwischen der Betreuung seiner Frau und den Aufgaben als Bürgermeister. „In der Zeit habt ihr mir viel nachgesehen“, bedankte sich der Altbürgermeister bei den Wegbegleitern im Saal – und zog in seinem Gstanzl mit „Des hod ois basst und zfrien war i a“ eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Der Mensch stand bei ihm immer im Vordergrund“, betonte Sturm. Auch dann noch, als Muthers Frau Renate im Dezember 2016 schwer erkrankte. „Respekt, wie du das gewuppt hast“, lobte Sturm seinen Vorgänger, und Applaus brandete auf. Muther stellte seinerzeit einen Pfleger ein und schaffte den Spagat zwischen der Betreuung seiner Frau und den Aufgaben als Bürgermeister. „In der Zeit habt ihr mir viel nachgesehen“, bedankte sich der Altbürgermeister bei den Wegbegleitern im Saal – und zog in seinem Gstanzl mit „Des hod ois basst und zfrien war i a“ eine positive Bilanz seiner Amtszeit.

Musikalisch umrahmte den Abend die Weßlinger Blasmusik, die Muther später durch den „Bozner Bergsteigermarsch“ dirigierte. Musik ist eines der Hobbys, denen der Pensionär jetzt vermehrt nachgehen kann. „Langweilig wird mir nicht“, versicherte er. So trifft er sich regelmäßig im Klostergasthofmit anderen ehemaligen Bürgermeistern oder pflegt seine Bienen. Und ganz besonders genießen er und seine Frau das Beisammensein.

 Michèle Kirner

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