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Bilder vom Krieg rufen in Gilching schlimme Erinnerungen hervor

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Gedenken an die Opfer von Hiroshima. Auch die Notleidenden in der Ukraine schließt pax christi in Gilching bei der Erinnerungsfeier ein.
Gedenken an die Opfer von Hiroshima. Auch die Notleidenden in der Ukraine schließt pax christi in Gilching bei der Erinnerungsfeier ein. © pax chrsti Gilching

Gilching - Wie kann man zum Frieden beitragen? In Gilching erinnert die pax christi Gruppe jedes Jahr an den Abwurf von Atombomben in Hiroshima. Auch die Ukraine wird dieses Jahr in den Blick genommen. Es leuchten Kerzen für den Frieden.

Am Abend des 6. August, 77 Jahre nach den Atombombenabwurf, gedachte die pax christi Gruppe Gilching am Friedenspfahl erneut der Opfer dieser Katastrophen und der aktuellen Krisen auf dieser Welt. Die aktuelle Situation in der Ukraine wurde eingangs beleuchtet. Am 24. Februar begann Russland dort einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Für viele ältere Menschen wurden bei der Gedenkfeier angesichts der Bilder aus den Kriegsgebieten Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg wach. Anschließend wurde stellvertretend für alle Krisen auf unserer Erde pro Kontinent jeweils ein Krisenherd angesprochen und eine Kerze am Friedenspfahl platziert.

Kerzen für den Frieden auf allen Kontinenten

Danach wurde an die Situation vor 77 Jahren erinnert, als Hunderttausende Menschen sofort an den Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki starben. Martin Pilgram berichtete von der ersten Staatenkonferenz der Atomwaffenverbotsstaaten vor sechs Wochen in Wien.

Der Geistliche Beirat von pax christi feiert in Gilching erneut einen Hiroshima-Gedenkgottesdienst vor der Gilchinger Pfarrkirche St. Sebastian.
Der Geistliche Beirat von pax christi feiert in Gilching erneut einen Hiroshima-Gedenkgottesdienst vor der Pfarrkirche St. Sebastian. © pax christi

Dort wurde noch einmal deutlich, dass jeder Atomkrieg auch die Unbeteiligten alleine durch die ökologischen Auswirkungen stark in Mitleidenschaft ziehen würde. Dagegen verwehrten sich vor allem die Staaten des Globalen Südens. Für sie ist einzig die atomare Abrüstung eine Option für eine sichere Welt. Die gerade auch, weil Russland im Ukrainekrieg mit dem Einsatz von Atomwaffen droht und die USA den Erstschlag immer noch nicht ausschließen. Mit seinem Saxophon gab Erich Lutz der Gedenkfeier einen würdigen Rahmen.

Gedenkgottesdienst vor der Gilchinger Pfarrkirche St. Sebastian

Am Sonntag, 7. August feierte dann der Geistliche Beirat von pax christi den Hiroshima-Gedenkgottesdienst vor der Gilchinger Pfarrkirche St. Sebastian. Dabei zitierte er die Botschaft des Papstes an die Konferenz der Atomwaffenverbotsstaaten: „Der Heilige Stuhl hat keine Zweifel daran, dass eine Welt frei von Atomwaffen nötig und möglich ist. In einem System von gemeinsamer Sicherheit gibt es keinen Platz für Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen. Hier möchte ich nochmals beteuern, dass sowohl der Einsatz als auch der Besitz von Atomwaffen unmoralisch ist.“ (kb)

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