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Eine Reise in die Toskana und nach Cecina - Ein Nachbericht

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Cecina-Verein
Der Gilchinger Cecina-Verein begab sich wieder auf Reisen. © Cecina-Verein

Gilching - Am Sonntag, 22.Mai, um 6 Uhr früh machten sich 32 Mitglieder und Freunde des Cecina-Vereins auf nach Arezzo in der Toskana. Bereits in Sterzing wurde unsere Busfahrt durch eine längere Kontrolle der Polizia aufgehalten. Das Aussehen unseres Busfahrers Jeri (Paradiesvogel) war wohl zu auffällig. Ohne jegliche Beanstandung konnten wir aber nach ca. einer halben Stunde unsere Reise fortsetzen.

Unser erstes Ziel war eine Besichtigung der Acetaia Giusti bei Modena, bei der uns die Herstellung und die verschiedenen Qualitätsstufen des weltberühmten Aceto Balsamico di Modena ausführlich erklärt wurden. Im Anschluss an diese Führung wurden Kosttröpfchen verschiedener Qualitäts- Acetos zum Probieren gereicht. Nach einer schmackhaften Merenda ging es dann weiter nach Arezzo.

Am Montagfrüh starteten wir mit Alena, unserer langjährigen Reiseleiterin, zur Stadtführung durch die wunderschöne mittelalterliche Stadt Arezzo. Mit ca. 100 000 Einwohnern ist Arezzo die viert größte Stadt in der Toskana. Wir besichtigten u.a. die Kathedrale San Francesco, Piazza Grande und den Palazzo della Fraternita dei Laici.

Als nächstes ging es weiter in die von Weinbergen umgebene Hügelstadt Montepulciano, bekannt durch ihren „Vino Nobile“. Nach einem strapaziösen Anstieg zur Kathedrale Santa Maria Assunta und deren Besichtigung freuten sich alle auf eine erholsame Mittagspause, bevor es dann weiter nach Pienza ging. Dieser zauberhafte Ort im Val d‘ Orca gehört mittlerweile zum Unesco- Weltkulturerbe und erhielt seinen Namen durch Enea Silvio Piccolomini, der 1485 als Pius II zum Papst gekrönt wurde. Durch schmale, schön geschmückte Gassen und verlockende Läden und dem Geruch von Pecorino di Pienza, Porcini und Pasta kamen wir mit Schmankerln in den Taschen abends in Siena an.

Am Dienstag besichtigten wir die schon vielen bekannte, aber immer wieder sehenswerte Stadt Siena mit den mittelalterlichen Ziegelgebäuden und dem muschelförmigen Hauptplatz, der „Piazza del Campo“, dem gotischen Rathaus „Palazzo Pubblico“ und dem „Torre del Mangia“ . Die „Piazza del Campo“ ist auch besonders berühmt wegen der jährlichen Pferderennen „Palio di Siena“.

Auf dem Weg nach Cecina besuchten wir noch die Kapelle in San Galgano, wo der Ursprung der Legende um König Artus und seinem magischen Schwert Excalibur vermutet wird Dafür dass er der materiellen Welt entsagte, rammte er sein Schwert in den Felsen, wo es bis heute verblieb.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann unsere Partnerstadt Cecina. Nach der Zimmerverteilung im Hotel Tornese machten sich gleich einige auf, um zu ihren Lieblingsplätzen am Strand zu eilen und sich am rauschenden und glitzernden Meer zu erfreuen. Nach dem Abendessen flanierte man noch etwas an der Strandpromenade und feierte in einer Bar Gerhard‘s Geburtstag mit einem kräftigen „tanti auguri a te“ bis in die Nacht hinein.

Der Mittwochvormittag stand zur freien Verfügung. Danach ging es zur Weinprobe in die Nähe von Montecatini im Val di Cecina. In der Fattoria Antica Sorbaione besichtigten wir den Weinkeller mit riesigen Weinfässern. Aufmerksam ließen wir uns über die aufwändige Herstellung der verschiedenen Weine informieren. Der Höhepunkt war natürlich die Verkostung der einzelnen Weinsorten, die uns mit schmackhaftem Olivenöl, Pane und Prosciutto e Salame angeboten wurden. Beschwingt und mit einigen Weinkartons im Bus fuhren wir zurück nach Cecina.

Am Abend ging es dann noch in eine Osteria nach Guardistallo. An einer langen, schön gedeckten Tafel wurden verschiedene toskanische Spezialitäten serviert. Dabei konnten wir die Panoramasicht auf das Meer und Cecina und einen herrlichen Sonnenuntergang erleben.

Am Donnerstag wartete eine neue Reiseleiterin zu einer interessanten Stadtbesichtigung in Pistoia auf uns. Unter anderem bestaunten wir die Kathedrale Di San Zeno e Jacobus mit seiner Kuppel, die auch Bischofskirche des Bistums Pistoia ist. Einen unschätzbaren Wert stellt der silberne Altar des Heiligen in der Kruzifixkapelle dar, der uns alle mächtig beeindruckte. Unsere Weiterfahrt wurde dann abrupt gestoppt. Ein kleines Auto war so ungeschickt geparkt, dass unser Busfahrer Jeri auch nach mehrmaligem Rangieren nicht mit seinem Bus vorbeikam. Nach einigem Hin und Her wurde dann die Polizia gerufen und kurz darauf der Abschleppdienst. Ca. eine ¾ Stunde später konnten wir dann nach diesem Spektakel unsere Fahrt fortsetzen. Wegen der Verzögerung verzichteten wir auf den geplanten Stopp in Montecatine und der Fahrt mit der Standseilbahn nach Montecatine Alto. Stattdessen spendierte Jakob nach der Ankunft in Cecina ein Eis für alle Businsassen.

Ein Ausflug nach Piombino mit einer sehr gut sprechenden Reiseleiterin stand am Freitag auf dem Programm. Die Hafenstadt liegt sehr malerisch am Golf des Tyrrhenischen Meeres und wir hatten eine grandiose Aussicht auf die nahe Insel Elba. Nachdem ausgiebig fotografiert war, besichtigten wir noch einige historisch gut erhaltene Bauwerke sowie das Stadttor „Torre e Revellione“ bevor wir am späten Nachmittag zurück nach Cecina fuhren.

Beim letzten Abendessen im Hotel ließen wir diese schönen gemeinsam erlebten Tage Revue passieren und blieben noch bis tief in die Nacht hinein gesellig beisammen.

Während unseres Aufenthaltes in Cecina trafen wir uns auch mit Freunden aus Cecina, um weitere Partnerschaftsaktivitäten zu besprechen, wie den bevorstehenden Ausflug der Geisenbrunner Jugendfeuerwehr nach Cecina, die Teilnahme von Mitgliedern des Comitato Cecina und der Targa-Cecina bei der Festa Italiana in Gilching und der Teilnahme vom „Guichinger Brauchtum“ bei den Targafeierlichkeiten im September.

Am Samstag früh um 8 Uhr fuhren wir wieder zurück nach Gilching aber nicht ohne uns von unserer Maria im Ospedale Cecina zu verabschieden, die sich bei einem Sturz den Oberschenkel gebrochen hatte. Die anschließend lange Fahrt bis nach Klausen verkürzten wir uns dann mit Singen italienischer und deutscher Lieder. Die Jausen im Martscholer Weinhof, die schon als fester Bestandteil unserer Toskanareisen gilt, bildete den krönenden Abschluss unserer Reise.

Luise bedankte sich anschließend noch beim 1.Vorsitzenden Jakob Promoli im Namen aller Teilnehmer mit einem Geschenk sehr herzlich für die wieder einmal hervorragende Organisation und Leitung dieser unvergesslichen Reise, ganz besonders aber für sein unermüdliches und immer- währendes Engagement in unserem Verein.

L.S

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