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Georg Mühlbauer ist neuer Feldgeschworener in Gauting

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Georg Mühlbauer ist neuer Feldgeschworener in Gauting. Dieser Tage wurde er von Bürgermeisterin  Brigitte Kössinger vereidigt.
Georg Mühlbauer ist neuer Feldgeschworener in Gauting. Dieser Tage wurde er von Bürgermeisterin Brigitte Kössinger vereidigt. © Gemeinde Gauting

Gauting - Georg Mühlbauer aus Stockdorf ist neuer Feldgeschworener. Er ist im gesamten Gemeindegebiet von Gauting im Einsatz.

Der Stockdorfer wurde dieser Tage im Gautinger Rathaus vereidigt und ergänzt das Team von Brigitte Lenker, Rainer Fuchs, Hans Suhrbier und Lorenz Wastian.

Mühlbauer ist 72 Jahre alt, in Passau geboren und war nach seiner Ausbildung zum Speditionskaufmann zwei Jahre lang Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Anschließend arbeitete er als Disponent in einer Spedition in Passau. Von 1973 bis 1977 studierte er Sport und Werken als Fachlehrer in München und Augsburg und trat anschließend in den Schuldienst ein. Sein erster Einsatzort war bei Schongau und später Benediktbeuern. 1985 kam in an die Mittelschule in Lochham, wo ich bis zu meiner Pensionierung bis 2015 tätig war. Bis 2007 wohnte er in Gräfelfing. Zusätzlich war ich Fachberater für Sport im Schulamt München-Land und im Personalrat tätig. 2007 verschlug es mich dann nach Stockdorf.

Durch das Ehrenamt die Gemeinde besser kennenlernen

Aufmerksam auf das Ehrenamt des Feldgeschworenen wurde er durch Prof. Dr. Georg Lother, der an der Fochschule für Vermessungstechnik lehrte und ebenfalls als Feldgeschworener tätig ist. „Dies weckte mein Interesse. Mir gefiel auch die Möglichkeit, die Gemeinde hier im Würmtal näher kennenzulernen. Was mich ebenfalls motiviert, ist mit neuen Leuten und Personen in Kontakt zu kommen. Somit freue ich mich sehr auf diese Aufgabe und Tätigkeit in der Gemeinde“, erklärt Mühlbauer in einer Pressemitteilung der Gemeinde Gauting.

Die kommunalen Grenzen überwachen

Feldgeschworene, die auch Siebener genannt werden, wachen über die Grenzen und unterstützen die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Dabei üben sie das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern aus. Die Feldgeschworenen sind zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit sowie zur Verschwiegenheit und Bewahrung des Siebenergeheimnisses durch Eidesform auf Lebenszeit verpflichtet.

Ein Ehrenamt auf Lebenszeit

Das Ehrenamt auf Lebenszeit ist seit dem späten Mittelalter belegt und ging aus den früheren Mark- und Feldgerichten hervor, die schon seit Jahrhunderten bestanden und hohes Ansehen genossen. Es ist das wohl älteste kommunale Ehrenamt in Bayern. Durch die Einführung der staatlichen Landvermessung im Jahr 1801 ging die Bedeutung der Feldgeschworenen zurück, aber seitdem arbeiten sie eng und vertrauensvoll mit den Vermessungsämtern zusammen. Von zentraler Bedeutung ist das nur den Feldgeschworenen bekannte „Siebenergeheimnis“, womit die Markierung der Grenzen durch geheime Zeichen aus Metall, Glas oder Ton gemeint ist. Das „Siebenergeheimnis“ darf nur mündlich an den Nachfolger weitergegeben werden und muss zeitlebens bewahrt werden – darauf müssen die Feldgeschworenen auch heute noch einen Eid ablegen. Der Ausdruck „Siebener“ entstand, weil in der Regel sieben Feldgeschworene in einer Gemeinde bestellt wurden. Durch die ungerade Zahl 7 konnte bei Unstimmigkeiten eine eindeutige Entscheidung gefällt werden.

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