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Gewalt gegen Frauen: Landkreis will mit Tütenaktion Hilfsangebote sichtbarer machen

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Landratsamt
Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg (von links) und Innungsmeister der Bäckerinnung Starnberg Wilhelm Boneberger mit Landrat und Schirmherr der Aktion Stefan Frey und Cordula Trapp vom Verein Frauen helfen Frauen Starnberg. © Landratsamt Starnberg

Landkreis - Anlässlich des Internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ am 25. November organisiert die Gleichstellungsstelle zusammen mit Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. und den Bäckereien der Region nun bereits zum 4. Mal die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“. Neu in diesem Jahr ist, dass sich nun auch einige Tafeln im Landkreis dieser Aktion anschließen. In der Zeit vom 20. bis 29. November werden die Waren in Tüten mit dem Slogan „Gewalt kommt nicht in die Tüte! … weder in der Familie, noch im sozialen Umfeld. Schau‘ hin! Tu‘ was!“ gepackt. Die Schirmherrschaft für die Aktion übernimmt Landrat Stefan Frey.

Im Jahr 2020 gab es in Bayern 20.134 Fälle häuslicher Gewalt, jährlich suchen hier ca. 2.000 Frauen mit über 2.000 Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus. Auch im Landkreis Starnberg ist Gewalt gegen Frauen Realität – körperlich, verbal oder digital, sie hat viele Facetten. Sie findet zu Hause, am Arbeitsplatz oder auch in den sozialen Netzwerken statt. Oft ist die Hemmschwelle hoch, sich Hilfe zu suchen und im sozialen Umfeld betroffener Frauen herrscht oft Handlungsunsicherheit. „Deshalb war es den Akteuren wichtig auf der Rückseite der Tüten auf die möglichen Unterstützungs- und Hilfsangebote im Landkreis aufmerksam zu machen.“ betont die Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg.

Landrat Stefan Frey ist wieder Schirmherr der Aktion und erklärt: „Opfer häuslicher Gewalt brauchen Hilfe. Wegschauen geht gar nicht. Wir haben ein gut ausgebautes Beratungsnetzwerk, das ist gerade jetzt in Zeiten der Pandemie besonders wichtig.“

Die Notfall-Nummern finden sich auch auf der Notfallkarte „Hilfe für Frauen“ des Landratsamtes Starnberg, diese gibt es in der Gleichstellungsstelle und zum Download auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lk-starnberg.de/Gleichstellung/Aktuelles unter der Rubrik Notfallkarte (auch in Englisch).

Zusätzlich wird zum 25. November, wie auch in den letzten Jahren, die Fahne „Frei leben - ohne Gewalt“ als weithin sichtbares Zeichen der Solidarität vor dem Landratsamt und den Rathäusern der Stadt und der Gemeinden im Landkreis gehisst.

Kreisbote

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