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Kathrin Hortmanns ist die neue Leiterin des Projekts zu Besucherlenkung und Mobilität der gwt Starnberg

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Die Verkehrsprobleme zu lösen versuchen (v.l.) Barbara Angerer, Kathrin Hortmanns, und Christoph Winkelkötter von der gwt.
Die Verkehrsprobleme zu lösen versuchen (v.l.) Barbara Angerer, Kathrin Hortmanns, und Christoph Winkelkötter von der gwt. © gwt Starnberg

Landkreis - „Entweder es fahren nicht alle Leute gleichzeitig an den See, sondern verteilen sich auf verschiedene Ausflugsziele, oder man lässt das Auto stehen und kommt mit S-Bahn oder Fahrrad zum Baden,“ erklärt Kathrin Hortmanns, seit Mai 2022 Regionalmanagerin bei der gwt Starnberg und Leiterin des neuen Projekts zu Besucherlenkung und Mobilität.

Entsprechend konzentriert sich das neue Projekt auf diese beiden Stellschrauben: mehr Menschen überzeugen, das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und zugleich charmante, alternative Ausflugsziele bekannt machen, damit sich nicht alle an überlaufenen Hotspots treffen. Für die Umsetzung dieser Ziele gibt es drei Jahre lang eine 50%-Finanzierung von Personal- und Projektkosten vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Zusätzlich zur bisherigen Regionalmanagerin Daniela Tewes ist also seit einigen Monaten Kathrin Hortmanns an Bord der gwt und hat nun mit den ersten konkreten Maßnahmen begonnen.

Im Sommer 2023 soll es ein Radwegenetz mit lückenloser Beschilderung geben

„Damit die Menschen wirklich mehr radeln, braucht es vor allem eine gute Infrastruktur und attraktive Bedingungen, denn es nervt wirklich, wenn die Wege schlecht befahrbar oder nicht gut beschildert sind“, erklärt sie. Derzeit befährt die Outdoor-Agentur green-solutions aus Murnau, spezialisiert auf Fahrrad-Infrastruktur, das gesamte Radwegenetz im Landkreis Starnberg sowie die wichtigsten Routen der angrenzenden Gemeinden und dokumentiert vorgefundene Mängel. Bei der Überprüfung arbeitet das Regionalmanagement eng mit dem Landratsamt Starnberg zusammen, die für eine Verbesserung der wichtigste Ansprechpartner sind. Ende Oktober 2022 soll die Befahrung der rund 1.000 km abgeschlossen sein, anschließend wird ein Beschilderungskonzept erstellt. Das Ziel für die Sommersaison 2023: ein Radwegenetz mit lückenloser Beschilderung. Auch sollen in weiteren Schritten Fahrradkarten erstellt werden, die über interessante Ausflugziele informieren und auch Auskunft geben, wie man das Fahrradfahren optimal mit der Nutzung von S-Bahn, Bus oder Schifffahrt verbinden kann.

Ein weiterer Baustein im Projekt: digitale Besucherlenkung, derzeit auch in anderen Landkreisen Oberbayerns ein Thema. Parkplätze sollen technisch so aufgerüstet werden, dass sie freie Plätze direkt aufs Smartphone liefern und so unnötige Staus vermeiden. Wer die Meldung erhält, dass keine Parkplätze mehr verfügbar sind, kann direkt alternative Ziele ansteuern oder alternative Verkehrsmittel zur Anreise wählen – so der Plan. Das Ganze funktioniert über die sogenannte BayernCloud, die touristische Infos sammelt und bereitstellt. Die vergangenen beiden Sommer haben, durch Corona-Pandemie und „Urlaub dahoam“, das Verkehrs-problem noch dringlicher gemacht. Vor allem im Sommer 2020 drohte die Stimmung bei den Einheimischen zu kippen, als Münchnerinnen und Münchner scharenweise die Seen stürmten. Doch Stimmungsmache, wie sie in den Landkreisen Miesbach und Garmisch von einigen zornigen Einwohnerinnen und Einwohner betrieben wurde, findet gwt-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter fehl am Platz. Ihm ist wichtig, dass man sich mit Verständnis und Respekt begegnet: „Viele Menschen, die hier wohnen, fahren täglich in die Stadt zur Arbeit oder nutzen dort das Gastronomie- und Kulturangebot. Das ist den Münchnern und Münchnerinnen bestimmt auch nicht immer recht. Und wer in der Stadt wohnt, kommt eben gerne zur Erholung zu uns, das darf man nicht gegeneinander ausspielen.“

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