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Kleinlaster bleibt in Hechendorf in S-Bahn-Unterführung stecken

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Feuerwehr
Die Feuerwehr ist drei Stunden lang im Einsatz, als sich ein Kleinlaster in Hechendorf in einer S-Bahn-Unterführung verkeilt. Er ist zu hoch für die Unterführung. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Seefeld - Der Fahrer eines Kleinlasters missachtet die Höhenangabe an der S-Bahn-Unterführung in Hechendorf und steckt mit seinem Fahrzeug fest. Polizei und Feuerwehr sind stundenlang im Einsatz.

Am Freitagvormittag war das nicht nur das Können, sondern auch der Einfallsreichtum der Feuerwehr Hechendorf gefragt. Ein Kleinlaster war gegen 10.30 Uhr in die Bahnunterführung in Hechendorf gefahren, als er von der Seestraße nach links in die Straße Grundberg abbiegen wollte. Für die Durchfahrt ist eine Fahrzeughöhe von 2,65 Meter zugelassen und auch so beschildert. Bei 3,30 Meter Fahrzeughöhe verschätzte sich der 45-Jährige Fahrer aus Augsburg völlig und blieb ohne Möglichkeit des Rückwärts- und Vorwärtskommens mit dem Aufbau des Kleinlasters in den Stahlstreben der Unterführung der S-Bahn stecken. Ein erster Versuch der Polizei Herrsching das Fahrzeug durch Ablassen der Luft aus den Reifen aus der misslichen Lage zu befreien, blieb erfolglos, zu hoch war der Unterschied mit 65 Zentimetern zwischen der Höhe der Unterführung und der des Fahrzeugs.

Zuerst wird Luft aus den Reifen gelassen, dann wird zur Säge gegriffen

Knapp drei Stunden war nun die Feuerwehr Hechendorf mit 15 Einsatzkräfte im Einsatz. Zunächst wurde versucht, den Kleinlaster mit Gewicht tiefer zu legen, um ihn dann mit der Winde nach draußen zu ziehen. Polizisten und Feuerwehrler fanden sich im Laderaum für die nötige Beschwerung zusammen. Nachdem der Aufbau durch das Ziehen zu brechen drohte, wurde die menschliche Last durch ein Wasserbecken der Feuerwehr ersetzt. Noch mehr Luft wurde aus den Reifen abgelassen und fünf Feuerwehrler trugen in der Fahrerkabine und auf der Motorhaube zur Tieferlegung bei. Die Front des Aufbaus blieb jedoch zu hoch, die Feuerwehr musste zur Säge greifen.

Fahrzeug muss abgeschleppt werden

Ein Teil des Aufbaus im vorderen Bereich wurde herausgeschnitten, sodass gegen 13.30 Uhr der Lkw wieder frei war und vollständig geborgen werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt konnte dann auch die S-Bahnstrecke, die zwischenzeitlich gesperrt und mit Schienenersatzverkehr bedient wurde, wieder freigegeben werden. An der Brücke entstand glücklicherweise kein Strukturschaden, dennoch wurde die Korrosionsschutzfarbe doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Das Fahrzeug war nicht mehr verkehrssicher und wurde vor Ort zur Abschleppung abgestellt.

Unternehmen bekommt eine Rechnung für den Feuerwehreinsatz

Auf den Fahrer kommt aus polizeilicher Sicht lediglich eine Verwarnung in der Höhe von 40 Euro zu – für die Firma des Mannes beziehungsweise seinen Chef und die Versicherung werden mit Feuerwehreinsatz und Brückenschäden noch deutlich höhere Kosten fällig werden. Ein Sachschaden an der Brücke konnte durch einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn vor Ort noch nicht beziffert werden. (kb)

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