Während der Pandemie müssen viele Veranstaltungen abgesagt werden - dies dämpft das Glücksgefühl der Deutschen.
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Während der Pandemie müssen viele Veranstaltungen abgesagt werden - dies dämpft das Glücksgefühl der Deutschen.

Aktuelles aus dem Stadtrat

Starnberger Eiszauber endgültig abgesagt - 2022 sechs öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen geplant

Starnberg - Wie erwartet hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt am Montag entschieden, den von 15.Januar bis 6.Februar 2022 geplanten „Eiszauber“ wegen der Pandemie-Lage abzusagen. Bürgermeister Patrick Janik sah zu diesem einhellig gefassten Beschluss keine Alternative mehr und stellte dem Gremium die rhetorische Frage: „Für wie wahrscheinlich halten wir es, dass sich die Corona-Situation in acht Wochen so signifikant verbessert, dass wir eine solche Veranstaltung organisieren können?“

Die Antwort fiel eindeutig aus, denn sogar der mit dem „Eiszauber“ befasste Eismeister Markus Nirschl hatte laut Bürgermeister davon abgeraten, die Veranstaltung unter „2 G“- oder „2 G+“-Auflagen durchzuführen. Die Absage zum jetzigen (frühen) Zeitpunkt zieht für die Stadt so gut wie keine Storno-Kosten nach sich – doch allein der bisher geleistete Planungsaufwand inklusive „Corona-Konzept“, den die Verwaltung geleistet hatte, war erheblich. Dass der „Eiszau-ber“ nun ausfällt, bedauerte u.a. CSU-Stadträtin Katja Fohrmann zutiefst: „Es ist ätzend, wenn es für Kinder überhaupt kein Angebot mehr gibt in der Stadt.“ Als eine Art Ersatz forderte Fohrmann ein „Familienfest für Kinder“ im Frühjahr, sie meine damit aber „keine Hüpfburg und Kinderschminken“. Der Hauptausschuss gab der Stadtverwaltung prompt den Auftrag, ein Konzept auszuarbeiten, und die grüne Ratskollegin Kerstin Täubner-Benicke brachte sogleich das Stichwort „Rollschuhe“ als Frühlingsversion von Eiszauber und Schlittschuhen ins Spiel.

Im Jahr 2022 soll es nach dem Willen der Stadtmütter und -Väter mindestens sechs öffentlichkeitswirksame Veranstaltung geben,
so „Corona“ es denn zulässt: Gedacht ist vorerst – und vorsichtig - an ein „Faschingstreiben“ auf dem Kirchplatz am 1.März, dessen Chancen Bürgermeister Janik in Anbetracht der Pandemie-Situation allerdings gleich mal als „unter zehn Prozent“ einstufte – trotz des hohen Engagements der Faschingsgesellschaft „Perchalla“. Erstmals soll es im kommenden Jahr im Buzentaur-Park „Wein am See“ geben, als eine Nachfolge-Veranstaltung des letztmalig 2017 abgehaltenen „Pfälzer Weinfest“ auf dem Kirchplatz. Für Juli 2022 ist wieder die „Nacht der langen Tafel“ geplant, die sich nach einem Vorschlag der Kulturreferentin des Stadtrats, Annette Kienzle (Grüne), diesmal rund um den See-Bahnhofs abspielen könnte - passen würde das zur einige Monate währenden fußgänger- und fahrradfreundlichen Umgestaltung des Bahnhofsbereichs: „Es ist mein Bestreben, den Bahnhofplatz zu einem dreimonatigen Straßenfest zu machen“, formulierte Rathauschef Patrick Janik in aller Kühnheit. Auch die Initiative „Starnberg bewegt“ soll wieder aufleben: Auf Kirchplatz und Wittelsbacherstraße ist ein Festival mit Vereinen und Firmen der Sport- und Gesundheitsbranche vorgesehen. Im kommenden Jahr soll es außerdem drei bis vier „Schmankerlmärkte“ auf dem Kirchplatz geben – auch das eine Art Ersatz für die bereits abgesagten Marktsonntage 2022. Das Schlossfest wird es erst wieder 2023 geben, gänzlich gestrichen wurde der Starnberger Stadtlauf: - nicht zuletzt wegen des enormen Organisationsaufwands „Er ist bei uns fehl am Platz, Starnberg hat keine Läufer-Szene“, befand sogar Sportreferent Winfried Wobbe (UWG).

Thomas Lochte

Quelle: Kreisbote

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