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Tutzings Bürgermeisterin fährt beim Karneval den Traktor mit dem Elferrat

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Von: Petra Straub

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Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald ist im Fasching gerne inkognito unterwegs.
Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald ist im Fasching gerne inkognito unterwegs. © privat

Landkreis – Rund um den Starnberger See ist normalerweise richtig was los in der fünften Jahreszeit. Da wird getanzt und gefeiert und schlüpfen die Narren in bunte Kostüme. Dieses Jahr müssen wegen der Pandemie jedoch wieder viele Bälle und Umzüge ausfallen. Um den Lesern trotzdem für einen kurzen Moment ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, veröffentlicht der Kreisbote Starnberg Faschingsfotos und -geschichten von bekannten Personen. Heute von Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald.

Es gibt kleine Orte, die verwandeln sich in der Karnevalszeit zu Hochburgen. Die Gemeinde Alpen am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen ist eine davon. Dort ist Marlene Greinwald aufgewachsen und hat in der Kindergarten- und Schulzeit miterlebt, wie 30.000 Besucher zu den Faschingsumzüge in ihren Heimatort, in den Ortsteil Veen, gekommen sind. Schon als Kleinkind hat sie so den Fasching „ganz intensiv“ miterlebt, sagt sie. Und sie war auch in ihrer Jugend in der Karnevalszeit viel im närrischen Treiben unterwegs. „Vom Weiberfasching bis Rosenmontag waren Alt wie Jung unterwegs“, das ist ihr in guter Erinnerung. „Alle aus dem Dorf waren dabei, jeder hat was gemacht!“ Das hat ihr imponiert. Im Kindergarten war sie unter den Cowboys und Indianern, für die Landfrauen ist sie mit ihrem Pony und Kutsche mitgefahren, einmal saß sie sogar selbst am Steuer eines großen Traktors, als sich die riesigen Karnevalswagen durch den Ort schlängelten. Nicht weniger als der Elferrat war damals ihre Fracht. „Ich komme vom Bauernhof“, erklärt Greinwald diesen Umstand. „Die Höfe hatten viel Platz und die nötigen Maschinen“, deshalb seien sie immer in den Bau der Karnevals-Wägen mit eingebunden gewesen.

Doch nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in in ihrem langjährigen Wohnort Tutzing hat sie schöne Faschingsveranstaltungen miterlebt. Gerne war sie auch in Traubing, Feldafing und Pöcking vertreten. An den Tutzinger Faschingsumzügen 1991 und 2000 nahm sie mit großer Begeisterung teil. Als junges Paar gewann sie mit ihrem Mann sogar ganz unerwartet im Andechser Hof in Tutzing mit einem lustigen Clownskostüm den ersten Platz bei der Maskenprämierung.

Im Clownskostüm die Maskenprämierung gewonnen

Auch an die geselligen Abende mit ihren Freundinnen am Weiberfasching erinnert sie sich mit Freude. Da war sie gerne inkognito unterwegs, wie das Foto der verschleierten Inderin zeigt. Am Niederrhein geht man am Weiberfasching zum sogenannten Möhneball. „Da schaffen die Frauen an“, erklärt die Bürgermeisterin mit sichtlicher Freude die Regularien.

„Jetzt fahren viele in den Urlaub.“ Dass seit Einführung der Faschingsferien vieles nicht mehr stattfindet, bedauert die Tutzinger Bürgermeisterin, die viel Verständnis für die Narren hat. Doch mit den Jahren lässt auch sie es im Fasching etwas ruhiger angehen. Was bleibt, sind die Faschingskrapfen, die es am Rosenmontag für die Belegschaft der Gemeindeverwaltung gibt und der arbeitsfreie Faschingsdienstagnachmittag.

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