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Verein „Frauen helfen Frauen“ organisiert verschiedene Aktionen zum Tag gegen Gewalt an Frauen

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Gewalt gegen Frauen
Werden Frauen zu Opfern von Gewalt, bleibt die Motivfrage oft ungeklärt. © Maurizio Gambarini/dpa

Landkreis - Bei häuslicher Gewalt handelt es sich nicht um einen Streit auf Augenhöhe. Sie zeichnet sich durch die Absicht aus, die Partner zu dominieren und hierzu Gewalt als Mittel einzusetzen. Erhöhte Gesundheitsbelastungen lassen sich bereits als Folge leichterer Formen häuslicher Gewalt feststellen und erreichen ein erhebliches Ausmaß in sogenannten Misshandlungsbeziehungen.

„Medizinische Fachpersonen sind somit häufig erste Ansprechpersonen bei häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt. Es ist wichtig unser Angebot in diesen Kreisen noch bekannter zu machen. Zusammen mit Ärztinnen und Psychotherapeutinnen können wir Betroffenen effizienter helfen, ihren Weg in das lokale Hilfesystem bei Gewalt zu finden,“ so Cordula Trapp von der Beratungsstelle Frauennotruf im Landkreis Starnberg.

In Kooperation mit dem Ärztlichen Kreisverband Starnberg wird Infomaterial an die niedergelassenen Allgemein Mediziner, Gynäkologen sowie Psychotherapeuten der Region versendet. Die Aktion soll die Wichtigkeit von medizinischen Fachpersonen in ihrer Schlüsselposition im Hilfesystem bei Gewalt verdeutlichen und über das Angebot der Beratungsstelle informieren.

Frauen, die von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt, sowie von Stalking betroffen sind, erhalten seit über 30 Jahren Hilfe und Unterstützung in der Fachstelle in Herrsching. Ebenso Kinder und Jugendliche, deren Mütter von Häuslicher Gewalt betroffen sind, sowie private und professionelle Helfer*innen werden unterstützt. Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym.

Eine weitere Aktion findet am 25. November in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Starnberg sowie den Bäckereien und Tafeln der Region statt. Von 20. bis 29. November werden 29.000 Tüten mit dem Slogan „Gewalt kommt nicht in die Tüte! … weder in der Familie, noch im sozialen Umfeld. Schau´ hin! Tu´ was!“ in Umlauf gebracht. Die Schirmherrschaft der Aktion hat Landrat Stefan Frey.

Hilfe vor Ort, per Telefon und im Netz

Hilfe und Unterstützung finden Betroffene in der Beratungsstelle Frauennotruf im Landkreis Starnberg, Frauen helfen Frauen Starnberg e.V., Mühlfelder Straße 12, 82211 Herrsching, Telefon 08152/5720, E-Mail: info@frauenhelfenfrauen-sta.de, Internet: www.frauenhelfenfrauen-sta.de.

Das bundesweite Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen ist zudem Rund-um-die-Uhr und kostenfrei erreichbar unter der Telefonnummer 08000/116016. Infos im Web unter www.hilefetelfon.de.

Kreisbote

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