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Unfallschwerpunkt Gauting Süd: Im Moment helfen Sperr-Baken, bald soll der Kreisel kommen. 

Verkehr

Der Kreisel kommt

Gauting - Die Hauser Kreuzung im Süden Gautings ist ein Unfallschwerpunkt. Die Gemeinde will einen Kreisel. Der kommt aber frühestens 2017.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen am vergangenen Oster-Wochenende röhrten auch wieder laut dröhnende Motorräder mit Tempo durch die Kurve beim südlichen Ortseingang Gautings - zum Verdruss der Gartenbesitzer hinterm Lärmwall an der Starnberger Straße. Doch bis es etwas leiser wird, ist noch mindestens ein Jahr Geduld gefragt. Den von Gauting beantragten Kreisel am Unfallschwerpunkt Hauser Kreuzung hat das Staatliche Bauamt in Weilheim nämlich erst 2017 auf der Agenda, sagt Behördenchef Christian Probst.

Im ersten Schritt wird das Gelände am südlichen Ortseingang vermessen, erläutert der Leiter des Staatlichen Bauamts. Anschließend wird die Kreisel-Fläche geplant. Mit den dortigen Eigentümern werde danach über den Erwerb notwendiger Grundstücke verhandelt. Mit Grunderwerb wird der neue Kreisel voraussichtlich rund 600 000 Euro kosten, so Probst.

Auch mit dem Landratsamt müsse die Maßnahme abgestimmt werden. Denn den Abschnitt bei der abzweigenden Kreisstraße nach Königswiesen zahle die Kreisbehörde. Mit Verkehrsmanagerin Susanne Münster werde auch eine Radspur im neuen Kreisel abgestimmt. Hintergrund: Vor allem an Wochenenden nutzen Rad-Ausflügler die attraktive Route ins Würmtal. Doch auf der stark befahrenen Strecke zwischen gerade umgebauter Waldkreuzung und Gauting gibt’s weder Schutzstreifen noch Radweg. Unten an der unübersichtlichen Einmündung vom Hauser Berg zur Staatsstraße nach Starnberg auf Höhe der Zufahrt zur Reismühle kracht’s regelmäßig. Deshalb will das Staatliche Bauamt den Gautingern nun endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Am Unfallschwerpunkt Gauting Süd werden Staats- und Kreisbehörde 2017 den Kreisel bauen. Rathauschefin Dr. Brigitte Kössinger erhofft sich für die vom Lärm geplagten Anwohner an der Staatsstraße weniger Tempo - und dadurch eine Entlastung. Doch bis der Kreisel gebaut ist, müssen die Verkehrsteilnehmer noch mit einer Interims-Lösung vorlieb nehmen - den Sperr-Baken an der Abbiegespur nach Königswiesen. Die Unfallkommission mit Vertretern der örtlichen Polizei, der Staats- und Kreisbehörde habe nämlich vor Ort festgestellt, dass die gesperrte Abbiegespur nach Königswiesen „Sinn macht“, sagt Christian Probst. Die Unfallzahlen durch Rechtsabbieger seien durch die Total-Sperrung der Spur zurückgegangen. Insgesamt sei die Zahl der Crashs im unübersichtlichen Kreuzungsbereich südlich von Gauting aber immer noch zu hoch. Die Baken allein reichten nicht, „um diesen Knotenpunkt zu entschärfen“.

Auch der Leiter des Staatlichen Bauamts erwartet, dass der Verkehrslärm in Gauting Süd durch den Kreiselbau zurückgehen wird. Denn die Maßnahme vor dem Ortsschild drossle die Geschwindigkeit grundsätzlich auf 20km/h - und damit auch das Dröhnen der Motorräder, egal bei welchem Wetter.

Christine Cless-Wesle

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