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Der alte Vorsitzende und der neue Vorstand: Angelika Kammerl (Schatzmeisterin), Vivien Rathjen (Vorsitzende), Maria Lamp (Stellvertreterin, v.l.) und Josef Rohrhirsch.

Mitgliederversammlung

„Roseninsel“ setzt auf Frauenpower

Josef Rohrhirsch hat viele Jahre die „Roseninsel“ geführt. Jetzt hat er das Amt an Vivien Rathjen abgegeben.

Starnberg – Da hat sich die geballte Frauenpower durchgesetzt. Auf der Mitgliederversammlung des Kunstvereins Die Roseninsel im Bayerischen Hof standen am Montagabend Neuwahlen an. Und seitdem leiten drei Frauen die Geschicke des Vereins, der seit nunmehr 34 Jahren das kreative Schaffen fördern will, indem er Künstler und Interessierte zusammenführt.

Wer Künstler-Mitglied werden will, muss seine Werke zuerst einer Jury vorstellen. Als Künstlerfreund kann jeder beitreten. Höhepunkt ist stets die Jahresausstellung in der Schlossberghalle, wo ausgewählte Werke der Mitglieder zu sehen sind.

Nach neun Jahren als erster Vorsitzender verzichtete Josef Rohrhirsch aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl. „Wo die Grenzen sind, muss man aufhören. Etwas anderes bringt mir und dem Verein nichts“, bedauerte er. Als Vorsitzender organisierte er unter anderem Ausstellungen, Workshops und Reisen für die Mitglieder. Das Amt des 70 Jahre alten Grafikers und Kunstglasers übernimmt die 38-jährige Kunsthistorikerin und Philosophin Vivien Rathjen.

Von 118 Mitgliedern waren 30 anwesend, die alle für die junge, dynamische Dame stimmten, die vorübergehend auch schon mal stellvertretende Vorsitzende war. „Mein Herz hängt an der Kunst“, fasste sie ihr Engagement zusammen. Zweite Vorsitzende wurde Maria Lamp (59). Katrin Gabriel stand nach ihrem Vereinsaustritt nicht mehr zur Wahl. Modedesignerin Lamp war in den vergangenen drei Jahren Schatzmeisterin und zuvor Mitglied der siebenköpfigen Jury. Schatzmeisterin ist Angelika Kammerl (65). Die Starnberger Stadträtin war von 1990 bis 1996 erster Vorstand und organisierte damals den Umzug des Vereins von Feldafing nach Starnberg mit.

„Wir wollen kleine, schöne, neue Dinge einführen“, kündigte der Vorstand an. Es gehe darum, die Zusammenarbeit von Jury und Vorstand zu verbessern. Außerdem gaben die Vorstandsdamen Kompetenzen ab: Die Organisation der Jahresausstellung in der Schlossberghalle übertrugen sie Ex-Vorstand Rohrhirsch, die Pressearbeit Marlen Peix. „Wir wollen alle ins Boot holen“, so Rathjen zur Umstrukturierung. Als Jury-Mitglied wurde Dieter Heinze wiedergewählt. Inge Schwarzmaier und Alexander Kowarzyk ersetzten Veronika Zacharias und Margrit Hefft-Michel. Diese schieden turnusmäßig nach zwei Jahren aus.

Besonders erfreulich: Im vergangenen Jahr konnten zehn neue Mitglieder geworben werden, nachdem in den Jahren zuvor die Mitgliederzahl stark gesunken war. Jetzt geht der Blick auch schon in Richtung Jubiläumsjahr 2018 und damit 35-jähriges Bestehen. „Wir überlegen Kunst und Musik als Jahresthema, in Kooperation mit der Musikschule Starnberg“, sagte Rethjen. Ähnliche Vorschläge hatten zuvor auch Rohrhirsch und Hefft-Michel gemacht.  leg

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