Strom-Spender: Peter Schroffenegger und Sebastian Jagsch (beide Eluminocity), Silke Mall (Bayernwerk), Bürgermeisterin Eva John, Werner Hillebrand-Hansen und Marita Hansen (Organisatoren der E-Mobil-Aktion eRuda) und Kirsten Klie (Cleverciti, v.l.). Foto: Andrea Jaksch

Kostenlos tanken an der Laterne

Starnberg - Strom für Autos: An der Ludwigstraße in Starnberg sind zwei Ladestationen für E-Mobile in Betrieb genommen worden.

Ab sofort können Autofahrer in der Starnberger Innenstadt kostenlos tanken – wenn sie ein Elektroauto fahren. Seit Mittwoch sind zwei Ladestationen in Betrieb, die als Pilotversuch Lademöglichkeit und Straßenbeleuchtung kombinieren. Sollte sich das Angebot bewähren, wollen Stadt und Firmen auch an anderen Stellen Stromtankstellen installieren.

An der Ludwigstraße wurden im Bereich der Hausnummer 6 zwei Laternen gegen moderne LED-Lampen getauscht, an denen Ladestationen der jungen Firma Eluminocity aus München angebracht sind. Deren Chef Sebastian Jagsch setzt große Hoffnungen auf die Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Ladestationen werden aus dem Stromnetz der Straßenbeleuchtung gespeist und sind an den Laternen befestigt – Erdarbeiten seien nicht nötig gewesen. Die LED-Lampen sparten der Stadt 50 Prozent Energie. Das Pilotprojekt soll sechs Monate laufen; bewährt es sich, kann das System auf die ganze Stadt ausgedehnt werden. Während des Probelaufs ist das Stromtanken kostenlos, später könne man mit gängigen Karten bezahlen, sagte Jagsch.

Starnbergs Bürgermeisterin Eva John ist zuversichtlich, dass die Lademöglichkeit angenommen wird, nicht nur von den noch wenigen Elektromobilisten in der Stadt, sondern auch von Besuchern. Die Parkplätze werden noch markiert und beschildert, parken darf man dort während des Ladevorgangs kostenlos. Stellt sich ein Autofahrer mit einem Benziner auf die beiden Strom-Plätze, gibt’s einen Strafzettel.

Jagsch zufolge verfügen die Ladestationen über einen Stecker Typ 2, an dem alle E-Autos geladen werden können. Die Stationen liefern genug Strom, um einen Akku binnen zwei bis drei Stunden zu 80 Prozent aufzuladen. Die Zielstellung ist eine andere: Wer mit seinem E-Mobil in die Stadt fährt, fährt zumeist kurze Strecken. Dann reichen schon 20 Minuten für die Weiterfahrt. „Wir glauben, dass die Leistung ausreicht“, sagte der Firmen-Chef. Die meisten E-Bikes kann man an den Stationen nicht laden.

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