Schulbusse stoßen zusammen: Zwei Kinder schwer verletzt - Unfallursache offenbar bekannt

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Ihre Tage sind gezählt: Im Sommer wird die kleine Lagerhalle am Gautinger Bahnhof abgetragen. Die Klinkersteine verwenden die Unterbrunner dann für den Bau eines Backhäusls im Obstgarten des denkmalgeschützten Unterbrunner Pfarrhofs. foto: svj

Aus Lagerhalle wird Backhäusl

Gauting - Aus alt macht neu: Die Unterbrunner Dorfgemeinschaft möchte ein Backhäusl errichten. Die Steine dafür werden in Gauting abgetragen.

Eine Unterbrunner Erfolgsgeschichte könnte sich wiederholen: Wie einst beim Restaurieren des historischen Feuerwehrhauses wollen die örtlichen Handwerker jetzt auch bei der Gautinger Güterhalle am Bahnhof mit anpacken. Im Sommer wird sie abgetragen, bestätigt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt. Danach werden die Steine weiter verwendet: für ein Backhäusl im Garten des Unterbrunner Pfarrhofs.

Mitarbeiter des Bauhofs haben bereits Büsche und Gestrüpp entfernt. Der bisher als Lager genutzte Klinkerbau sei bereits leer geräumt, berichtet Rieboldt. Weil die Güterhalle im Bereich des geplanten Busbahnhofs am Beginn des Park & Ride-Platzes im Weg steht, war bekanntlich ihr Abriss beschlossen worden.

Mit dem Klinkerbau verschwindet ein Stück der über 100-jährigen Bahnhofsgeschichte: „15 Jahre lang war der Bahnhof meine Heimat“, erzählt die pensionierte Volksschullehrerin Maria Singer. Die heute 86-jährige Tochter des Bahnhofsvorstehers verbrachte dort ihre Kindheit und frühe Jugend. „Nachts ging’s laut zu“, erinnert sie sich. In Gauting wurde nämlich das Vieh in die Güterzüge ein- und ausgeladen. Aus der Bauzeit des Bahnhofs um 1900 stammt auch der historische Klinker-Lagerschuppen. Weil der Bahnhof Mühlthal keine eigene Güterhalle hatte, transportierten auch die Wittelsbacher ihre evakuierten Tiere aus Ungarn über den Umschlagplatz Gauting nach Leutstetten, erinnert sich Singer. Das war unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg.

Nun sind die Tage des Klinker-Schuppens gezählt: Im Gemeinde-Etat sind 5000 Euro „für Denkmalpflege“ eingeplant. Mit diesem Zuschuss werden Unterbrunner aus den abgetragenen Klinkersteinen das Backhäusl errichten. Und zwar im weitläufigen Obstgarten des denkmalgeschützten Unterbrunner Pfarrhofs. Damit könnte sich eine schöne Geschichte des Vorzeigedorfs wiederholen: Unter der Regie von Rathaus-Architektin Christiane Ait hatte der Unterbrunner Verein auch sein Feuerwehrhaus von 1892 saniert. In die Restaurierung des historischen Gebäudes steckten Unterbrunner Feuerwehrleute und der damalige Kommandant Hermann Geiger sehr viel Eigenleistung, denn schon Anfang der Nuller-Jahre war die Gemeinde Gauting knapp bei Kasse.

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