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Grün ist nicht nur die Hoffnung, sondern auch Nicolas Pohlers neues Auto: ein Lamborghini Huracán. 

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Arbeitsplatz Lamborghini

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Starnberg - Nicolas Pohler (20) wird in dieser Saison für einen italienischen Autobauer Gas geben. Nicht für den mit dem Pferd, sondern für den mit dem Stier.

Der Name klingt nach Gaspedal: Lamborghini. Für Nicolas Pohler wird dieser Traum wahr. Der Rennpilot aus Starnberg wird in der Saison 2016 ein Dach über dem Kopf haben und nicht mehr in der Mitte sitzen. Der 20-Jährige, der inzwischen in London International Business studiert, den Sommer aber in der Heimat verbringt, hat dem Formel-Zirkus den Rücken gekehrt und ist heuer im GT-Sport (Grand Touring/große Fahrt) unterwegs - in einem Lamborghini.

„Die vergangene Saison war nicht ganz einfach. Wegen Verletzungen und etwas Pech in einigen Rennen lief es nicht so, wie ich mir das gewünscht hatte“, erzählt Pohler. Beim Radeln am Gardasee war er von einem Auto angefahren worden, brach sich den Arm und prellte sich Rippen; die Saison 2015 in der Formel 3 war gelaufen.

Doch jetzt ist er wieder fit, und auf seine neue Aufgabe freut er sich riesig. „Ich bin total happy, Junior-Werksfahrer eines so namhaften Automobilherstellers zu sein.“ Nici Pohler wird sich mit dem erfahrenen Italiener Mirko Bortolotti das Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 teilen und in der hart umkämpften Blancpain Sprint Series für das Team Grasser Racing starten. Das heißt: Jeder Pilot ist 30 Minuten unterwegs, dann gibt es einen Stopp mit Reifen- und Fahrerwechsel. Pohler: „Wir haben die ersten Tests hinter uns und bilden ein gutes Team.“ Für die Qualifyings sei die Erfahrung des italienischen Partners wichtig, erklärt der Starnberger die geplante Symbiose. Einen Einsatz wird es für ihn auch beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa (Endurance Series) geben, wo sich mehrere Fahrer eines Teams das Auto teilen.

In Barcelona durfte Nici Pohler seinen Lamborghini bereits testen. „Da ist schon alles etwas anders, denn unser Fahrzeug ist viel schwerer als ein Formel-Auto, hat dafür aber mehr PS.“ Bisher brachten seine Boliden rund 500 Kilogramm auf die Waage, die GT-Autos von Lamborghini oder der Konkurrenz von BMW, Mercedes oder Ferrari wiegen mehr als das Doppelte.

Das Team steckt mitten in den Vorbereitungen. Am 9. März stehen die offiziellen Tests auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich an, ehe es vom 8. bis 10. April im italienischen Misano erstmals um Punkte geht. Weitere Rennen im Blancpain GT Series Sprint Cup werden in England (Brands Hatch), Deutschland (Nürburgring), Ungarn (Budapest) uns Spanien (Barcelona) ausgetragen. Pilot Pohler freut sich: „Ich bin gespannt, wo wir stehen.“

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