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Film und See und viele Besucher wie hier am Wörthsee: Das Fünf Seen Film Festival ist bundesweit ein Markenzeichen geworden. Der Landkreis honoriert dies – er übernimmt die Finanzierung des mit 5000 Euro dotierten Hauptpreises und stockt den Zuschuss auf.

Kulturförderung

„Landkreis-Oscar“ auf dem Filmfest

Der Hauptpreis des Fünf Seen Film Festivals wird künftig vom Landkreis finanziert. Damit springt der Landkreis beim „Landkreis-Oscar“ für die Sparkasse ein. Gleichzeitig stockt er die Förderung für das Filmfest auf.

Landkreis Der Landkreis engagiert sich ab diesem Jahr verstärkt für das Fünf Seen Film Festival (FSFF) und übernimmt den Hauptpreis von der Sparkassen-Stiftung. Das beschloss der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Fast ein Fünftel der gesamten Kulturförderung ist für das inzwischen bundesweit bekannte Filmfest reserviert. Dass das FSFF im elften Jahr das kulturelle Aushängeschild des Landkreises geworden ist, machte den Kreisräten die Zustimmung leicht.

Das „große Renommee“, wie es die Kulturbeauftragte Barbara Beck ausdrückte, war dem Landkreis bisher 10 000 Euro pro Jahr wert. Der Zuschuss wird heuer auf 12 000 Euro aufgestockt. Zudem stiftet der Landkreis künftig jährlich den mit 5000 Euro dotierten Filmpreis.

2016 verzeichnete das Festival, das in diesem Jahr vom 27. Juli bis 5. August stattfindet, rund 20 000 Besucher. Es sei eine große Bereicherung für die Landkreisbürger aller Altersklassen, sagte die Kulturbeauftragte. Beck baute schon einmal vor, falls jemand Bedenken haben sollte: „Von dem Preis hat Organisator Matthias Helwig nichts“, unterstrich sie.

Kreisrat Albert Luppart (Freie Wähler) berichtete, dass er schon in Berlin auf das Festival angesprochen worden sei. Kultur könne sich nicht selbst finanzieren, erklärte Bernhard Sontheim (Freie Wähler), selbst mit dem Verein Jazz am See in der Szene tätig. Helwig verdiene am Filmfest wenig, und ein „Landkreis-Starnberg-Oscar“ stehe dem Landkreis gut zu Gesicht.

Insgesamt gibt der Kreis heuer 103 000 Euro für die Kulturförderung aus. 59 Anträge sind im Landratsamt eingegangen, bei Summen bis 2400 Euro entscheidet Landrat Karl Roth allein – und hat es in 40 Fällen auch getan und Geld bewilligt. Acht Anträge wurden abgelehnt, unter anderem wegen fehlender überregionaler Bedeutung. Ein abgelehntes Projekt erschien dem Kreis überfinanziert – auch das gibt es in der Kultur.

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