Diese Container auf dem Gelände des Tengelmann-Marktes in Starnberg werden auf ihre Zulässigkeit geprüft. Foto: Jaksch

Das lukrative Geschäft mit der alten Kleidung

Landkreis - Das Geschäft mit Altkleidern und Schuhen boomt. Kommerzielle Sammler machen den kommunalen Abfallentsorgern das Feld streitig.

„Vermehrt stellen wir derzeit Aktivitäten privater Sammelunternehmen fest“, erklärt der Geschäfts- und Werkleiter des Abfallwirtschaftsverbandes Starnberg (AWISTA), Peter Wiedemann. Die Aktivitäten würden sich momentan auf Percha und Pöcking konzentrieren. Der Marktbedingungen haben die kommerziellen Sammler auf den Plan gerufen: Für eine Tonne Altkleidung werden derzeit mehr als 300 Euro gezahlt.

Ein Problem: Die illegalen Sammler entziehen der kommunalen Altkleidersammlung durch den AWISTA wertvolle Ware, sagt der Geschäftsleiter. Mit dem Erlös aus der Verwertung abgelegter Hosen, Kleider, Hemden und anderem mehr werden die Abfallgebühren gestützt. Der AWISTA und das Landratsamt setzen auf die Solidarität der Bürger, unerlaubte, weil nicht angezeigte und legitimierte Sammelaktionen zu melden. „Tatsächlich gab es schon einige Einzelbeobachtungen durch die Bevölkerung“, erklärt Wiedemann. Der „Goldgräberstimmung“ unter den illegalen Sammlern müsse ein Ende bereitet werden.

„Wir arbeiten sehr eng mit dem Landratsamt zusammen“, sagt der AWISTA-Geschäftsführer, „leider sind wir nur reagierend tätig.“ Es sei nicht leicht, den „wilden“ Sammlern auf die Schliche zu kommen. Wiedemann: „Wenn wir kommen, sind die mit ihren Kübeln schon wieder verschwunden.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SOS aus der Mittelschule
Die Integration von Geflüchteten kann nur klappen, wenn die Last auf möglichst viele Schultern verteilt wird. Gerade bei den Schulen ist das aber nicht der Fall. Ein …
SOS aus der Mittelschule
Alkohol weiter Droge Nummer eins im Landkreis
Der Alkohol bleibt auch im Landkreis Starnberg die häufigste Droge, die Menschen in die Abhängigkeit führt. Das zeigen die neuesten Zahlen der zuständigen …
Alkohol weiter Droge Nummer eins im Landkreis

Kommentare